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Gesundheit

EHEC: Wirkstoff Eculizumab bringt Hoffnung

30. Mai 2011

 

Nachdem nun über 1.200 Menschen an einer EHEC-Infektion leiden sollen, kommt nun Hoffnung unter den Medizinern auf. So soll der Wirkstoff Eculizumab helfen, Antikörper gegen den gefährlichen Keim zu bilden. Der Wirkstoff bewährte sich bereits 2010 in einigen Fällen. Allerdings gab es bisher keine großen Tests mit diesem Wirkstoff. Ob er sich bewährt, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen.

 

Erster Patient erfolgreich behandelt

Laut Ärzte-Zeitung konnte in den vergangenen Tagen in der Uniklinik in Essen ein Patient bereits erfolgreich mit dem neuen Wirkstoff Eculizumab behandelt werden. Bei einem zweiten Patienten werde die Wirkung noch abgewartet, so die Ärzte-Zeitung. Aktuell fehlt den Ärzten noch an Erfahrung mit dem neuen Wirkstoff, da dieser noch nicht ausgiebig getestet wurde.

 

Zahl der EHEC-Toten steigt

Die Zahl der EHEC-Erkrankten stieg in den letzten Tagen dramatisch an. Aber nicht nur die Zahl der Erkrankten, sondern auch die Zahl der Toten stieg an. 13 Menschen starben bereits an dem gefährlichen Durchfall-Keim.  Die Infektion führt zu schweren Bauchschmerzen, blutigem Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und im schlimmsten Fall auch zu Nierenversagen (HUS = Hämolytisch-Urämisches Syndrom).

 

 

Hohe Inkubationszeit

Die hohe Zahl der Neuerkrankten erklärten sich Ärzte mit der hohen Inkubationszeit der Infektion. So kann der Ausbruch der Infektion auch erst nach 10 Tagen erfolgen. Chef des Robert-Koch-Instituts, Reinhard Burger sagte in einem Interview: „Die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen lassen sich erst im Laufe der Woche beurteilen“. Obwohl mittlerweile sämtliches Gemüse aus Spanien aus den Supermarktregalen verschwunden ist, ist dennoch Vorsicht geboten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte auf rohes Gemüse fürs erste komplett verzichten.

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