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Gesundheit

EHEC: GKV-Spitzenverband sichert volle Kostenübernahme zu

23. Juni 2011

 

Nachdem in den vergangenen Tagen immer wieder die Frage aufkam, wer nun letztendlich die Kosten für die Kosten für EHEC-Behandlungen übernimmt, sicherte der GKV-Spitzenverband den Krankenhäusern nun die volle Kostenübernahme für Krankenhausrechnungen zu.

 

Ausmaß des finanziellen Schadens noch unbekannt

Die EHEC-Welle, die seit einiger Zeit durch Deutschland schwappt, nimmt so langsam ab. Nun wurden auch erstmals finanzielle Fakten bekannt. Das gesamte Ausmaß ist bisher noch unbekannt, allerdings riss das EHEC-Virus alleine in die Kasse des Uniklinikums Schleswig-Holsteins ein Loch von rund 2,8 Millionen Euro. Der 5K-Verbund bezifferte den wirtschaftlichen Schaden ihrer Einrichtungen auf rund 1,8 Millionen Euro.

 

GKV-Spitzenverband sicherte volle Kostenübernahme zu

Nun stellte sich die Frage, wer für die Kosten der Behandlungskosten und der Verdienstausfälle aufkommt. Die AOK-Nordwest sagte bereits am Dienstag, das man für alle stationären Behandlungskosten eintreten werden. Viele Krankenhäuser hatten zuvor Bedenken geäußert, auf den Behandlungskosten sitzen zu bleiben. Der GKV-Spitzenverband sicherte aber nun allen Krankenhäusern eine volle Kostenübernahme zu.

 

 

Nutzung von Gesundheitsfond-Geldern denkbar

Die Gespräche zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und den Krankenhäusern hätten laut Spitzenverband bereits begonnen. Man gehe davon aus, eine bundeseinheitliche Regelung für alle Krankenkassen zu finden. Da der Gesundheitsfond momentan noch über einen milliardenschweren Überschuss verfügt, käme auch eine Deckung der Kosten mit Geldern aus dem Fond in Frage. Seit Bekanntwerden des EHEC-Erregers sind bisher 3601 Menschen mit dem gefährlichen Darm-Keim infiziert worden. 39 Menschen starben bereits an dem teils schweren Verlauf der Infektion.

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