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Gesundheit

EHEC: Erreger trotz Schnelltest auf dem Vormarsch

31. Mai 2011

Der gefährliche EHEC-Erreger, welcher das Verdauungssystem angreift, breitet sich immer weiter aus. Neben Deutschland ist das gefährliche Bakterium nun auch in den USA und anderen Ländern aufgetaucht. Zwar ist die Lage dort noch lang nicht so bedrohlich, jedoch zeigt diese Situation, dass dringend etwas gegen EHEC getan werden muss. Ein Schnelltest steht nun zur Verfügung. Die Suche nach einem Gegenmittel wird forciert, zeigt aber nur geringen Erfolg.

 

Das Immunsystem als Schwachstelle

Der EHEC-Erreger produziert ein Toxin, welches unser eigenes Immunsystem beeinflusst. So bewirkt dieses Toxin, dass körpereigene Blutgefäße angegriffen und dabei die Blutkörperchen zerstört werden. Da dies im Darm geschieht, wo das Immunsystem am stärksten vertreten ist, wirkt EHEC besonders schwer. Folgen sind blutiger Durchfall und Nierenversagen. Wenn nicht schnell genug damit begonnen wird, das Gift aus dem Körper zu entfernen (durch Blutwäsche o. ä.) ist es meist für eine ambulante Behandlung schon zu spät. Der Körper ist nicht in der Lage, allein dagegen an zu kämpfen. Ein Heilmittel muss also dringend gefunden werden.

 

Eculizumab bringt Hoffnung im Kampf gegen EHEC

Der Wirkstoff Eculizumab ist im Moment die einzige Waffe gegen der Erreger. Das Problem hierbei ist, dass er unterschiedlich wirkt. Während er bei den einen Patient hervorragende Ergebnisse erzielt, wirkt er bei anderen Betroffenen wiederum kaum. Obwohl viel Hoffnung in dieses Mittel gelegt wurde, enttäuschte es nun. Der Grund dafür ist allerdings noch unklar.

 

Schnelltest für EHEC entwickelt

Wenigsten lässt sich der EHEC-Erreger nun relativ schnell und sicher diagnostizieren. Wissenschaftlern können das Bakterium anhand seiner Gene eindeutig zu identifizieren. Nur der Typ HUSEC 041 besitzt exakt vier Gene, welche die Wissenschaftler für den Schnelltest benutzen. Zwar lässt sich EHEC nun sicher im Labor erkennen, ein wirksames Heilmittel für alle gibt es aber noch nicht.

 

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