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Gesundheit

EHEC aktuell: Quelle für HUS-Bakterium auf der Spur

6. Juni 2011

Die Suche nach der Quelle der EHEC-Welle scheint aktuell einem Ende entgegen zu gehen. Die Spur führt nach Niedersachsen, in den Landkreis Uelzen. Wie es zurzeit aussieht, ist ein Biohof im Ort Bienenbüttel, welcher mit Sprossen und Keimlingen aller Art handelt und welche gern als Salatzutat verwendet werden, der Ursprung der EHEC-Welle. Allerdings wird aktuell auf der Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass erste Proben keine EHEC-Keime nachgewiesen werden konnten. Die Suche nach der EHEC-Quelle läuft deshalb weiter auf Hochtouren.

 

Daniel Bahr ruft zu Ruhe auf

Nach der Fehlmeldung mit den spanischen Bauern und den angeblichen verunreinigten Gurken aus dem Mittelmeerland will aber niemand überstürzte Entwarnungen geben. Auch Gesundheitsminister Daniel Bahr wollte noch nicht von einer Entwarnung sprechen und will die Gemüter erstmal auf ruhigem Niveau halten. Er stritt aber nicht ab, dass es deutliche Indizien und Hinweise auf den Landkreis Uelzen gibt. Des Weiteren wies er darauf hin, dass man nicht einfach eine einzelne Quelle als Ursprung allen Übels benennen darf, solange keine eindeutigen Laborergebnisse vorliegen und der EHEC-Stamm 100-prozentig identifiziert wurde. Die Laborergebnisse sollen bereits heute vorliegen.

 

Das Augenmerk viel auf den Biohof in Niedersachsen, da ein Teil der Mitarbeiter am EHEC-Bakterium erkrankten und behandelt werden mussten. Währendessen stieg die Zahl der Toten auf 21 und über 620 Fälle wurden mittlerweile HUS behandelt.

 

Woher EHEC-Erreger stammen, ist unklar

Doch selbst der Betreiber des Biohofs ist ratlos über den Ursprung der EHEC-Erreger, da EHEC-Bakterien im Magen-Darm-Trakt von Wiederkäuern leben und über die Ausscheidungen in die Umwelt gelangen. Jedoch wurde auf dem betroffenen Hof nach Angaben des Betreibers kein tierischer Dünger verwendet. Experten befürchten allerdings, dass auch über künstliche Zusatzstoffe EHEC-Erreger auf Lebensmittel gelangen könnten. Aktuell muss die Suche nach der oder die Quellen weiter forciert werden. Eine Verzehrwarnung für Salat, Gurgen, Tomaten und auch Sprossen und Keimlinge besteht weiter.

 

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