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Gesundheit

E-Zigarette: NRW-Gesundheitsministerin warnt vor gesundheitlichen Schäden

21. Dezember 2011

Die E-Zigarette wird immer mehr zum Trend. Jedoch sollten Konsumenten den Glimmstängel-Ersatz nicht unterschätzen. Auch der Konsum der elektrischen Zigarette gefährde die Gesundheit, wie die Gesundheitsministerin Nordrhein-Westfalens, Barbara Steffens, mitteilte. Die Produkte, die momentan käuflich zu erwerben seien, seien nicht getestet worden und würden teilweise erhebliche Mengen Nikotin enthalten. Diese seien damit als Arzneimittel einzustufen und dürften in Deutschland nicht frei erhältlich sein.

 

NRW-Gesundheitsministerien warnt vor elektrischer Zigarette

Die E-Zigarette soll den Konsum von normalen Zigaretten einschränken und mithilfe eines akkubetriebenen Verdampfers einen Ausgleich schaffen. Jedoch sind die aktuellen Modelle der E-Zigarette nicht im normalen Handel erhältlich, sondern werden hauptsächlich im Internet über diverse Shops vertrieben. In der Zigarette sorgt ein Verdampfer dafür, dass eine Mischung aus verschiedenen Stoffen verdampft, dieser Dampf wird dann vom Verbraucher eingeatmet. Einen Nachweis, dass der Konsum dieser Dämpfe unschädlich für den menschlichen Körper ist, gibt es bisher nicht, warnt die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin die Verbraucher. Das Thema „E-Zigarette“ soll bei der nächsten Länderkonferenz angesprochen und diskutiert werden.

 

Überprüftes Liquid enthielt große Mengen Nikotin

Aktuell überprüft das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die E-Zigarette und die im Dampf enthaltenen Stoffe. Eine abschließende Beurteilung sei nach aktuellem Wissensstand noch nicht möglich, wie die Wissenschaftler zu Wort gaben. Nach Aussage des Instituts fordern jedoch verschiedene Bundesländer eine Überprüfung der einzelnen Mixturen. Ein erster Test eines sogenannten „Liquids“ habe ergeben, dass es sich bei dieser Mixtur um ein verschreibungspflichtiges Medikament handele und der Artikel somit nicht frei in Deutschland vertrieben werden dürfe, wie Behördensprecher Maik Pommer berichtete. Ein abschließender Bericht könne jedoch noch einige Wochen auf sich warten lassen, da die Aufnahme eines jeden Stoffes durch den menschlichen Körper sorgfältig geprüft werden müsse.

 

 

Techniker Krankenkasse fordert Warnhinweis auf der Verpackung

Viele Forscher warnen jedoch eindringlich vor der Nutzung der E-Zigarette. So stünden einige Stoffe im Verdacht, die Atemwege zu reizen sowie Allergien auslösen zu können. Zudem sollen einige Mixturen den krebserregenden Stoff „Nitrosamine“ enthalten, was einige deutliche Gefahr für Raucher und Mitmenschen wäre. Die Techniker Krankenkasse forderte unterdes die Hersteller der Mixturen auf, einen entsprechenden Warnhinweis auf die Ampullen mit dem Liquid-Konzentrat aufzubringen. Schließlich handele es bei Nikotin um ein Suchtmittel, weshalb auch ein entsprechender Warnhinweis auf der Packung nicht fehlen sollte.

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