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Gesundheit

E-Zigarette: NRW-Gesundheitsministerin fordert Verbot

4. Januar 2012

Nachdem gestern bekannt wurde, dass die Stadt Hannover ein Verbot für E-Zigaretten in öffentlichen Gebäuden für seine Angestellten ausgesprochen hat, fordert nun auch Nordrhein-Westfalens Gesundheitsministerin, Barbara Steffens ein Verbot des elektronischen Glimmstängels. Auch weitere Bundesländer wie beispielsweise Bremen ziehen ein Verbot in Erwägung.

 

Gesundheitsschädlichkeit der E-Zigarette weiterhin ungeklärt

Die E-Zigarette soll den Verbraucher vom Rauchen richtiger Zigaretten entwöhnen. Dabei verdampft innerhalb der E-Zigarette ein sogenanntes Liquid, ein Gemisch aus verschiedenen Chemikalien, welches dann durch den Konsumenten eingeatmet wird. Die Zusammensetzung dieser Mixturen ist bisher jedoch nicht einwandfrei geklärt. Viele Wissenschaftler vermuten krebserregende Stoffe in den Liquids. Auch Langzeitstudien zu den gesundheitlichen Auswirkungen fehlen bisher, da die E-Zigarette erst seit wenigen Monaten existiert. Die Frage, ob die E-Zigarette im gleichen Maße schädlich für den Konsumenten und die Menschen in der näheren Umgebung ist, ist bisher noch ungeklärt.

 

Nordrhein-Westfalens Gesundheitministerin fordert Verbot der E-Zigarette

Nachdem die Stadt Hannover für ihre Angestellten ein Verbot der E-Zigarette in öffentlichen Gebäuden ausgesprochen hatte, fordert nun auch die Gesundheitsministerin Nordrhein-Westfalens ein Verbot. Sie möchte jedoch im Gegensatz zu Hannover ein generelles Vertriebsverbot für die E-Zigarette erwirken. Grund dafür sei der hohe Nikotinanteil, der in einigen Liquids enthalten sei. Diese würden daher unter das Arzneimittelgesetz fallen und dürften nicht frei erhältlich sein, argumentiert die Gesundheitsministerin. Neben Nordrhein-Westfalen ist ein mögliches Verbot der E-Zigarette auch in der Hansestadt Bremen in der Diskussion. Hier wird jedoch aktuell über eine Neufassung des Nichtraucherschutzgesetzes diskutiert, da so klare Richtlinien für ein Verbot der E-Zigarette geschaffen werden könnten.

 

 

Erster E-Zigaretten-Shop in Krefeld eröffnet

Derweil hat in Krefeld nun ein erstes Geschäft für den Handel mit den elektronischen Zigaretten eröffnet. Nach Angaben des Unternehmers Rainer Schmitz würden rund 90 Prozent der Kunden, die eine E-Zigarette einmal ausprobiert hätten, auch eine im Geschäft erstehen. Den Vorwürfen der Gesundheitsministerin Nordrhein-Westfalens jedoch widerspricht der Unternehmer nicht. Er klärt seine Kunden über das gesundheitsschädliche Nikotin auf, welches in den Aromaflüssigkeiten (Liquids) enthalten ist. Trotzdem sei der Konsum der E-Zigarette wesentlich gesundheitsschonender als „echtes“ Rauchen. Durch das Verdampfen des Liquids werde kein Teer freigesetzt, der beim Verbrennen von echtem Tabak entstehe, argumentiert Schmitz. Der Kauf der E-Zigarette ist nur für Erwachsene ab 18 Jahren gestattet.

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