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Gesundheit

E-Zigarette: Gesundheitsamt Oberhausen fordert Verkaufsstopp für Liquids

30. Januar 2012

Viele Bundesländer haben der E-Zigarette den Kampf angesagt. Seit Dezember 2011 gehören die Nikotin enthaltenden Liquids  zu den Funktionsarzneimitteln, dürfen also nur auf besondere Verordnung an Verbraucher verkauft werden. Eine derartige Verordnung liegt jedoch noch nicht, daher dürfen zumindest die nikotinhaltigen Liquids noch nicht in Deutschland verkauft werden. Ein Amtsarzt aus Oberhausen fordert alle Händler daher nun auf, den Verkauf der Liquids einzustellen.

 

Gesundheitsamt Oberhausen fordert Liquid-Verbot

Auch das Gesundheitsamt Oberhausen forderte nun Liquid-Händler auf, den Verkauf der nikotin-haltigen Liquids sofort einzustellen. Andernfalls sehe man sich gezwungen, Sicherstellungen und Untersagungsverfügungen auszusprechen. Im Rahmen des geltenden Verbraucherschutzes werde man jedem Hinweis auf einen Verstoß nachgehen und diesen gegeben falls auch rügen.  Seit dem 16. Dezember ist der Vertrieb von nikotinhaltigen Liquids untersagt, da bisweilen keine gültige Zulassung seitens des Gesundheitsministeriums vorliegt.

 

Hersteller klagt gegen NRW-Gesundheitsministerin

Erst kürzlich hatte sich auch NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens in die Diskussion eingeschaltete und öffentlich vor dem Konsum der E-Zigarette gewarnt. Daraufhin hatte ein Hersteller der E-Zigaretten vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen die Aussage der Ministerin auf Unterlassung geklagt. Jedoch ohne Erfolg, das Gericht urteilte gegen den Kläger (AZ.: 16 L 2043).

 

 

Risiken und Langzeitfolgen bislang unerforscht

Die Gesundheitsministerin hatte eindringlich vor dem Konsum der E-Zigarette gewarnt, solange noch nicht alle Risiken der Liquids erforscht seien. Zudem hatte Steffens auch Händler davor gewarnt ein lokales Geschäft zu eröffnen, da sie so viel Geld fehlinvestieren würden, sollte es tatsächlich zu einem Verbot der E-Zigarette kommen. Da die Einspruchsfrist noch nicht abgelaufen ist, könnte der Hersteller das Urteil jedoch noch anfechten.

 

Immer mehr Menschen greifen zur E-Zigarette

Trotz unabsehbarer Risiken erfreuen sich immer mehr Menschen an den elektronischen Glimmstengeln. Experten schätzen die Zahl der Konsumenten in Deutschland auf rund 1,2 Millionen. Viele Verbraucher denken zudem, dass die Tabaklobby hinter der Panikmache stecken könnte. Dem widerspricht jedoch, dass auch große Gesundheitsinstitute und Personen aus der Gesundheitsbranche vor einem Gebrauch der E-Zigarette warnen.

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