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PKV

Diese Fragen stellen sich Kunden der Krankenversicherungen

24. April 2014

Vor einem Wechsel beraten lassen

Vor einem Wechsel beraten lassen

In einem Chat haben sich Finanzexperten im Auftrag der Stiftung Warentest „Finanztest“ den Fragen der Kunden gestellt. Die wichtigsten Antworten und Beispielfälle wurden hier für die Leser zusammengetragen.

Frage: Als privat Versicherter haben viele Angst vor hohen Kosten für die Krankenkasse im Alter. Was ist zu tun?

Antwort: Wer als Rentner Kunde der PKV ist hat das Recht, in einen Standardtarif zu wechseln. Dieser sichert zu, dass keine höheren Beiträge verlangt werden als der Höchstbeitrag in der GKV. Dieser liegt derzeit allerdings bei 628 Euro  monatlich. Die meisten Rentner in der PKV werden weniger zahlen. (bei Ehepaaren zu zweit höchstens 150 % eines Höchstbeitrages in der GKV). Allerdings sind dann auch die Leistungen nur so wie in der GKV und viele möchten kein Privatpatient zweiter Klasse sein und scheuen daher den Wechsel in den Standardtarif.

Thema: Beitragseinsparung und Unterstützung bei Tarifwechsel

Antwort: wer innerhalb seiner PKV oder auch zu einer anderen wechselt sollte darauf achten, dass die Beitragsersparnis nicht durch eine höhere Selbstbeteiligung zu Stande kommt. Testergebnisse über die Qualität der Beratung zum Wechsel innerhalb einer Kasse gibt es bislang nicht.

Frage: kann man etwas gegen die ständigen Beitragserhöhungen in der PKV tun?

Antwort: Es gibt Voraussetzungen für die Beitragserhöhung, deren Einhaltung man gerichtlich prüfen lassen kann. Sie stehen in § 203 des Versicherungsvertragsgesetzes und § 12 b des Versicherungsaufsichtsgesetzes.

Frage: um Beitrag zu sparen überlegen viele, ob sie innerhalb der PKV in den Standardtarif wechseln sollten. Sind die Leistungen hier wirklich mit denen der GKV gleichzusetzen?

Antwort: Die Leistungen sind ähnlich. Allerdings beschweren sich die Ärzte, da sie für einen solchen Patienten weniger Honorar bekommen. Doch der Kunde ist abgesichert: der Arzt darf keinen Patienten ablehnen, weil dieser im Standardtarif versichert ist.

Frage: wer als Rentner privat krankenversichert ist, hat Anspruch auf den Zuschuss in der gesetzlichen Rentenversicherung. Doch wie wird dieser berechnet?

Antwort: derzeit 7,3 % der gesetzlichen Rente, höchstens jedoch die Hälfte des Beitrages, den man an die Krankenversicherung zahlen muss.

Frage: ein Student ist zu Beginn des Studiums aus der GKV ausgetreten und hat sich über die Eltern privat versichert. Was passiert nach dem Studium: kann man zurück in die GKV?

Antwort: während des Studiums muss man in der PKV bleiben. Nimmt man danach ein Beschäftigungsverhältnis auf, in dem man mit dem Verdienst unter der entsprechenden Grenze liegt, kann man sich gesetzlich versichern wie jeder andere auch.

Frage: kann man zurück in die Gesetzliche, weil man die Beitragslast der PKV als Selbstständiger nicht mehr bewältigen kann?

Antwort: wer noch nicht 55 Jahre alt ist, kann sich freiwillig gesetzlich versichern. Die Voraussetzung ist aber, dass man zuvor 12 Monate gesetzlich in der GKV versichert war. Das kann man erreichen, indem man vorübergehend die Selbstständigkeit aufgibt und eine versicherungspflichtige Arbeit annimmt oder auch, indem man die Erwerbstätigkeit vorübergehend ganz aufgibt, und sich über den Ehepartner mit versichert. Auch hier zählen die 12 Monate. Danach kann man wieder selbstständig sein und sich freiwillig gesetzlich versichern.

Frage: kann oder sollte man als Beamter auf Zeit in die PKV oder die GKV gehen?

Antwort: Beamte, bei denen dieser Status in absehbarer Zeit endet oder auch Beamtenanwärter sollten zunächst in der GKV bleiben.

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