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PKV

Die Krankentagegeldversicherung für Gutverdiener

12. März 2014

Auch bei der Krankentagegeldversicherung: Tarife vergleichen

Auch bei der Krankentagegeldversicherung: Tarife vergleichen

Das Prinzip einer Krankentagegeldversicherung ist klar: für jeden Tag, an dem man statt des Gehaltes Krankengeld von der Kasse erhält, zahlt die Zusatzversicherung den vertraglich festgelegten Betrag aus, um das Krankengeld aufzustocken. Doch sind alle Angebote gleich gut? Worauf sollte man bei Abschluss achten?

Private Krankentagegeldversicherungen schließen finanzielle Lücke

Wer gut verdient, dem entsteht im Krankheitsfall eine finanzielle Lücke zwischen Krankengeld und sonstigem Verdienst. Mittels der Zusatzversicherung für Krankentagegeld kann diese geschlossen werden. Doch ob eine solche Zusatzpolice gut oder schlecht ist, kann man oft nicht auf den ersten Blick erkennen.

Vor allem langwierige Krankheiten bergen ein finanzielles Risiko

Unfall oder Krankheit- gesundheitsbedingte Ausfälle können mitunter über Monate reichen, und dann wird schnell das Geld knapp. Dass dieser Fall nicht gleich den finanziellen Ruin der Familie bedeutet, sichern sich viele Gutverdiener oder Selbstständige mit einer Krankentagegeldversicherung ab. Ist man privat krankenversichert, ist das Tagegeld meist ein Baustein des gesamten Vertrages und ist somit hier bei den Zusatzversicherungen nicht erfasst.

Als Arbeitnehmer zunächst abgesichert

Wer gesetzlich versichert ist, der bekommt zunächst 42 Tage lang den Arbeitslohn vom Arbeitgeber weitergezahlt. In so fern braucht man sich bei klassischen Erkrankungen keine Sorgen zu machen. Doch was ist in der Zeit danach? Auch dann ist man als gesetzlich Versicherter eigentlich auf der sicheren Seite. Denn die Krankenkasse zahlt Krankengeld.

Gutverdiener brauchen zusätzliche Vorsorge

Doch wer im Monat deutlich mehr als 4.000 Euro brutto verdient, der erhält wesentlich weniger Krankengeld, als er sonst verdient. Denn dieses ist auf monatlich 2.756,25 Euro begrenzt. Netto bedeutet dies einen Auszahlbetrag von ca. 2.425 Euro. Viele verdienen netto aber wesentlich mehr und ihnen entsteht somit eine Lücke, die geschlossen werden will.

Diese Beispiele gibt es

Eine gute Krankentagegeldversicherung muss nicht teuer sein. Ist man noch relativ jung, wenn man den Vertrag abschließt, kann man beispielsweise für rund 10 Euro monatlich ein tägliches Krankentagegeld von 30 Euro ab dem 43. Tag der Krankheit versichern. Wer selbstständig ist und dennoch gesetzlich versichert, kann mittels einer Wahlerklärung bei der Krankenkasse seinen Beitragssatz auf 15,5 % erhöhen. Damit erhält er auch ab dem 43. Tag Leistungen.

Selbstständig und gut verdienend

… dann kommt das Aufstocken in Frage. Will man beispielsweise 40 Euro Tagesgeld ab dem 15. Tag der Krankheit bekommen, zahlt man für diesen Vertrag zwischen 26 und 40 Euro monatlich. Eine andere Art der Versicherung wäre das Ersetzen des Krankengeldes. Der Kunde kann hier auf das gesetzliche Krankengeld verzichten und einen Vertrag zum Beispiel über 130 Euro Tagesgeld ab dem 22. Tag abschließen. Dieser kostet in guten Tarifen etwa zwischen 60 und 85 Euro.

Wichtige Entscheidung

Für die Entscheidung über Art und Weise des Vertrages sollte man immer bedenken: es geht nicht um Krankheiten von ein paar Tagen, sondern um langfristige Arbeitsunfähigkeit, die eventuell die Existenz der Familie gefährdet. Deshalb sollte der Kunde genau durchrechnen, welche monatlichen Ausgaben trotz Krankheit unbedingt gestemmt werden müssen und welche Lücke zu den ohnehin zustehenden Leistungen entsteht. Diese gilt es aufzufüllen, auch wenn dabei kleine Einbußen zu verkraften sind.

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