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GKV

Die gesetzlichen Krankenversicherungen sparen

6. März 2014

Gute Erreichbarkeit der Krankenkasse für alle

Gute Erreichbarkeit der Krankenkasse für alle

Immer mehr gesetzliche Krankenversicherungen versuchen zu sparen, indem sie Mitarbeiter entlassen. 13 % aller Geschäftsstellen von Krankenkassen im Bundesgebiet sind in den letzten vier Jahren geschlossen worden. 84 verschiedene gesetzliche Krankenversicherungen gibt es derzeit – Service und Erreichbarkeit, so meinen diese einmütig, wären nicht geringer geworden.

Auskünfte außerhalb der Krankenkassen

Wenn es um Pflegebedürftigkeit geht, kann man sich außer an die Krankenversicherung auch an kommunale Beratungsstellen wenden. Bei Kuren für Erwachsene und Kinder ist auch das Müttergenesungswerk zuständig. Die Verbraucherzentralen können angesprochen werden, wenn es um die Rechte von Patienten geht. Sie alle geben Auskünfte, wenn die Krankenkasse nicht erreichbar ist.

Sparmaßnahmen jetzt auch bei Barmer-GEK

Die Barmer und die Schwäbisch Gmünder Ersatzkasse haben sich 2010 zur BarmerGEK zusammengeschlossen. Somit hatten die Mitglieder beider Kassen zunächst mehr Anlaufstellen zur Verfügung. Jetzt wird etwa die Hälfte der rund 800 Geschäftsstellen geschlossen.

Schwierige Zeit für die Mitarbeiter

Rund 17.000 Arbeitsplätze gibt es derzeit bei der BarmerGEK. Bis 2018 werden davon rund 3.500 wegfallen. 250 Millionen Euro sollen damit jährlich gespart werden. Bisher verlangte die Krankenkasse keine Zusatzbeiträge von ihren Versicherten, und das soll nach Auskunft der Kasse auch so bleiben; daher die drastischen Sparmaßnahmen. Doch die Kunden haben dann weniger Ansprechpartner.

Service soll nicht schlechter werden

Der Service bei der Krankenkasse droht damit schlechter zu werden, denn von der Genehmigung der Zahnbehandlung bis zum Kurantrag – des gibt viele Gründe, die Krankenkasse aufzusuchen. Doch die BarmerGEK will dem entgegenwirken, indem der Online-und Telefonservice ausgebaut wird. Auch werden die Öffnungszeiten in den verbleibenden Geschäftsstellen verlängert, sodass ein weiterer Weg zur Filiale nicht daran scheitert, dass die Öffnungszeiten nicht über die üblichen Arbeitszeiten hinaus gehen.

Beratung für ältere Versicherte und chronisch Kranke

Nun haben sich auch Sozialverbände zum Thema zu Wort gemeldet. Sie befürchten, dass vor allem Ältere und chronisch Kranke weniger Beratung in Anspruch nehmen können. Denn gerade die älteren Kunden lassen sich auch gern mal beim Ausfüllen eines Formulares helfen oder etwas persönlich erklären, statt am Telefon oder via Internet.

Hilfe durch „mobile Geschäftsstellen“

Deshalb hat man sich bei der BarmerGEK etwas Neues überlegt: wer persönliche Beratung wünscht, soll sie zu Hause bekommen. Solche Hausbesuche der Krankenkasse gibt es sogar heute schon. Wie viele Mitarbeiter dafür unterwegs sind, verschweigt die BarmerGEK gegenüber der Presse. Noch extra sollen sogenannte „mobile Geschäftsstellen“ eingerichtet werden. Doch wie dies abläuft, wie und wann diese erreichbar sind und weiteres zum Thema gehört ebenfalls noch zu den gut gehüteten Geheimnissen der Kasse.

Die Geschichte der GEK

Die GEK gab es schon seit 1878, dem Jahr, in dem sie als Krankenkasse der Gold-und Silberarbeiter gegründet wurde. Später gingen andere Kassen darin auf, wie die Neptun-Ersatzkasse. Schließlich dann die Fusion mit der Barmer 2010. Im Jahr zuvor beschäftigte die GEK noch 2.500 Mitarbeiter. Wie viele davon heute noch im Unternehmen tätig sind, ist nicht öffentlich.

Auf der Internetseite der BarmerGEK kann man die für sich am nächsten liegende Geschäftsstelle finden, in dem man die PLZ oder die Stadt eingibt. Ab wann hier die ersten Lücken entstehen werden, ist unklar.

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