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Pflegeversicherung

Die Bedeutung der Pflegeversicherung nimmt zu

25. Februar 2014

 

Rechtzeitig für eventuelle Pflege absichern

Rechtzeitig für eventuelle Pflege absichern

Das immer höhere Alter der Bevölkerung führt zu einer immer größeren Zahl an Menschen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes Pflege braucht. Diese kann zum Teil von der Familie geleistet werden, muss zuweilen aber auch von professionellen Pflegern unterstützt werden. Derzeit, so haben Studien ergeben, sind rund 2,5 Millionen Menschen in der BRD pflegebedürftig.

Die Kosten sind erheblich

Egal, ob die Pflege von Angehörigen, im Heim oder durch einen Pflegedienst geleistet wird, sie verursacht immense Kosten. Aus diesem Grund werden seit den 80er Jahren verschiedene freiwillige Pflegeversicherungen angeboten und seit 1994 wurde die Pflichtversicherung für die Pflege in die Sozialversicherungen aufgenommen.

Gesetzliche oder private Pflegeversicherung?

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt leider nur einen Grundbedarf ab, der in vielen Fällen weit von den Kosten entfernt ist. Aus diesem Grund kann eine freiwillige Pflegeversicherung lohnen, die den Angehörigen hilft, eine würdige und gesundheitsgerecht Pflege zu organisieren und zu leisten.

Die gesetzliche Pflegeversicherung

Für die Leistung ist entscheidend, in welche der Pflegestufen der Patient eingeordnet wurde. Während körperliche Gebrechen leichter zu klassifizieren sind, ist in den letzten Jahren ein Thema immer bedeutungsvoller geworden: Demenzerkrankungen und die damit verbundenen geistigen Einschränkungen trotz körperlicher Fitness.

Wie kommt ein Pflegeversicherter an die Leistungen aus der gesetzlichen Versicherung?

Hier reicht ein formloser Antrag, der bei der Krankenkasse gestellt wird. Aufgrund dessen wird der Besuch eines Gutachters veranlasst, der die Pflegebedürftigkeit feststellt. Seine Angaben sind die Grundlage für die Einordnung in die Pflegestufen.

Die private Zusatzversicherung für die Pflegeleistungen

Da aber zwischen der zuerkannten Leistung aus der Pflegeversicherung und den tatsächlichen Kosten eine immer größere Lücke klafft, empfiehlt sich der Abschluss einer ergänzenden privaten Pflegeversicherung. Diese schließt im Idealfall die entstandene finanzielle Kluft. Doch die Wahl zwischen den Anbietern fällt schwer. Hilfreich sind dabei zum Beispiel die Ergebnisse von „Finanztest“, die solche Angebote unter die Lupe nehmen.

Hilfe vom Staat für die private Absicherung

Wer eine solche zusätzliche Privatversicherung abschließt, bekommt vom Staat seit 2013 eine Zulage von 5 Euro monatlich. Allerdings müssen dafür bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Experten stellten fest, dass diese förderungswürdigen Tarife schlechter sind als jene, die nicht als förderberechtigt angesehen werden. Der Vorteil der Fördertarife ist jedoch, dass jeder, der bereits 18 Jahre alt ist und noch nicht pflegebedürftig, einen solchen Vertrag erhalten muss. Die Versicherungsgesellschaften dürfen niemanden ablehnen.

Experten vergleichen die gesetzliche Pflegeversicherung mit einem Schutz des Kfz mittels Teilkasko

Wer eine freiwillige zusätzliche Pflegeversicherung abschließt, der möchte damit die Lücke zwischen Bedarf und gesetzlicher Leistung schließen. Doch will man das erreichen, muss man tief in die Tasche greifen, und das können sich bei Weitem nicht alle leisten. Außerdem sind die Versicherungen berechtigt, im Lauf der Zeit mehr für die bereits abgeschlossenen Policen zu verlangen, wenn die Leistungen in den nächsten Jahren ansteigen, womit relativ sicher zu rechnen ist.

Ein weiterer Nachteil: auch wenn man bereits pflegebedürftig ist, muss man den Beitrag für die Versicherung weiter zahlen. Das übersteigt bei vielen Versicherten die Möglichkeiten, da der Beitrag fast die gesamte Leistung aufzehrt.

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