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GKV

Deutsche BKK als Vorbild: kurze Wartezeiten beim Facharzt

8. April 2011

Eine Studie des Kölner Instituts für Gesundheitsökonomie brachte es ans Licht – gesetzlich Versicherte müssen bis zu dreimal länger auf einen Termin bei einem Facharzt warten als die Versicherten privater Krankenkassen. Seit einem Jahr ist nun die Facharzthotline der Deutschen BKK in Betrieb und schafft an dieser Stelle Abhilfe. Innerhalb eines Jahres konnte sie für ihre Versicherten knapp 2.200 Termine vorverlegen – um durchschnittlich 59 Tage. Den Rekord hält die Sparte Kinder- und Jugendpsychiatrie, in der die Wartezeit um bis zu vier Monate reduziert werden konnte.

 

Terminhotline der Deutsche BKK

Die Facharztterminhotline möchte Versicherte unterstützen, damit sie bei notwendigen Behandlungen nicht unnötig lange warten müssen – und im schlimmsten Fall ihre Krankheit sogar noch weiter verschlimmern. Rund 180 Termine monatlich haben die Mitarbeiter der Hotline vereinbart, rund 33 Prozent davon sind bei Fachärzten für Neurologie und Psychiatrie. Auch Orthopäden und Radiologen sind sehr gesucht, die größte Verkürzung der Wartezeit lag allerdings mit 123 Tagen bei Kinder- und Jugendpsychiatern.

 

Nicht abgesagte Termine von Patienten sorgen für lange Wartezeiten

Lange Wartezeiten resultieren oft aus nicht abgesagten Terminen anderer Patienten. Schon deshalb sollte man einen Arzttermin absagen, den man nicht wahrnehmen kann, denn nur so können andere Patienten aufrücken. Die Facharztterminhotline der Deutschen BKK ist kostenlos und täglich telefonisch erreichbar.

 

Bonusprogramme und Service der Krankenkassen als Vergleichsmoment

Während sich die gesetzlichen Krankenkassen bei ihren Preisen dank des einheitlichen Beitragssatzes zur Krankenversicherung nur noch durch die Erhebung oder den Verzicht auf Zusatzbeiträge differenzieren können, bestehen im Bereich der Leistungen weit bessere Möglichkeiten der Abgrenzung. Bonusprogramme sind ein Weg der Differenzierung, eine telefonische Facharztterminhotline eine andere. Rund 180 Termine pro Monat zeigen den Bedarf der Versicherten – während Wartezeitenreduzierungen von bis zu vier Monaten gleichzeitig den Erfolg einer solchen Maßnahme belegen.

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