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Gesundheit

Demenz: Alzheimer auf dem Vormarsch

24. Februar 2011

Bereits heute sind viele Menschen von Demenz betroffen. Vor allem die Alzheimer-Erkrankung nimmt dramatisch zu. Laut einer Studie des Instituts für Bevölkerung und Entwicklung in Berlin wird sich die Zahl der an Demenz bzw. Alzheimer Erkrankten in den kommenden Jahren noch weiter erhöhen.

1,3 Mio Demenz-Kranke – davon 75% Alzheimer

In Deutschland leben derzeit rund 1,3 Millionen Menschen mit einer Demenz-Erkrankung. Rund 75% der Betroffenen leiden unter Alzheimer, die somit die häufigste Form der Erkrankung darstellt. Obwohl bereits heute viele Menschen betroffen sind, gehen die Wissenschaftler des Instituts für Bevölkerung und Entwicklung davon aus, dass sich die Zahl in den kommenden Jahren noch weiter erhöhen wird. Die Ursache hierfür ist vor allem in der immer stärker alternden Bevölkerung zu sehen, so die Wissenschaftler.

Demenz Landkarte für Deutschland Österreich Schweiz

Um zu prüfen, wo die meisten Menschen mit einer entsprechenden Erkrankung leben, haben die Wissenschaftler eine Demenz-Landkarte erstellt, die sich nicht nur auf Deutschland, sondern auch auf Österreich und die Schweiz bezieht. Neben den Daten aus dem Jahr 2008 enthält die Landkarte auch die Prognosen der Wissenschaftler für das Jahr 2025. Die künftigen Entwicklungen basieren laut den Experten auf der derzeitigen Geburtenrate in den jeweiligen Regionen sowie vorhandene Zu- und Abwanderungen.

Demenz in Ostdeutschland besonders häufig

Anhand der Landkarte wird deutlich, dass vor allem in einigen Regionen in Ostdeutschland viele Demenz-Kranke leben. Besonders hoch ist die Zahl in Dessau, Görlitz und Hoyerswerda, da diese Orte von einer hohen Abwanderung der jungen Bevölkerung gekennzeichnet sind. Die älteren Menschen hingegen bleiben zurück und erkranken.
Demenz-Erkrankungen sind diesen Zahlen zufolge eine große Herausforderung für die Zukunft des Gesundheitswesens in Deutschland. Die finanzielle Betreuung soll die gesetzliche Pflegeversicherung übernehmen, die die Kosten jedoch kaum tragen kann. Eine gute Alternative ist die private Absicherung, beispielsweise über Pflegegeld- oder Pflegetagegeldversicherungen, die als Zusatzversicherungen von den privaten Krankenversicherern angeboten werden.

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