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Gesundheit

DAK Umfrage: Angst vor Krebs-Erkrankung gestiegen

16. November 2011

Laut einer Umfrage der DAK fürchten sich immer mehr  Deutsche vor psychischen Erkrankungen wie dem Burn-Out Syndrom oder Depressionen. Die größte Angst jedoch geht auch weiterhin von einer Krebserkrankung aus.  Grund für die erhöhte Angst scheint die zunehmende Zahl an Fällen sowie die große Zahl an Berichterstattungen zu sein. Für die Umfrage wurden insgesamt 30.000 Menschen aus ganz Deutschland befragt.

 

Angst vor Depressionen und Burn-Out Syndron ist groß

Die Angst, unter Depressionen zu leiden oder an einem Burn-Out Syndrom zu erkranken, ist in Deutschland so groß wie nie zuvor. Bereits jeder dritte Deutsche (36 Prozent aller Befragten) äußerte in der Umfrage Angst vor einer derartigen Erkrankung. Damit stieg die Zahl der Angsthabenden um ca. 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 30 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer FORSA-Umfrage, die im Auftrag der DAK Krankenversicherung durchgeführt wurde. Grund für das gestiegene Angst-Maß könnte die zunehmende Berichterstattung überprominente Burn-Out und Depressions-Fälle sein. Die größte Angst herrscht laut Umfrage in Nordrhein-Westfalen. Hier stieg die Prozentzahl auf 39 Prozent an, rund ein Drittel mehr als im Vergleichszeitraum des letzten Jahres.

 

Angst vor Krebserkrankung am größten

Die größte Angst besteht nach wie vor bei allen Befragten vor einer Krebserkrankung. Insgesamt antworteten 73 Prozent aller Befragten auf die Frage, vor welcher Krankheit sie am meisten Angst hätten, mit „Krebs“. In Nordrhein-Westfallen sogar 75 Prozent aller Befragten. Diese Antwort begründeten viele der Befragten damit, dass man trotz einer gesunden Lebensweise an der häufig tödlich verlaufenden Krankheit erkranken könne.  An zweiter Stelle der meist gefürchtetsten Krankheiten folgt die Angst vor einem Unfall mit schweren Folgen mit 57 Prozent. Knapp dahinter folgt die Angst vor einem Schlaganfall bzw. der Alzheimer-Krankheit mit 54 Prozent.

 

 

Junge Menschen leben ungesünder

Die Angst vor Krebs bei der Altersgruppe 14-29-Jähriger ist jedoch leicht gesunken. Dafür stieg jedoch in allen anderen Bereichen die Angst vor anderen Krankheiten. Auch sank die Zahl der Menschen, die eine Krebsvorsorge getroffen hätten. Es scheint so, als würden die jüngeren Menschen zunehmend weniger Angst vor gefährlichen Erkrankungen entwickeln als ältere Menschen. Auch die Zahl derer, die Wert auf eine gesundheitsbewusste Lebensweise setzen, sei bei den jüngeren Menschen leicht zurückgegangen. Zwar stieg die Zahl derer, die regelmäßig Sport treiben leicht auf 82 Prozent an, allerdings stieg gleichzeitig auch die Zahl derer, die rauchen und weniger Wert auf eine gesunde Ernährung legen.  Rund 88 Prozent aller Befragten gaben an, ihren Gesundheitszustand als sehr gut oder gut einzuschätzen. In anderen Bundesländern, beispielsweise Nordrhein-Westfalen waren es sogar 90 Prozent.

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