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GKV

DAK: Krankenkasse unter Sparzwang

18. März 2011

Die gesetzlichen Krankenversicherungen müssen in zahlreichen Bereichen Einsparungen erzielen. Die DAK, die Deutsche Angestellten Krankenkasse, will jetzt im Bereich der Verwaltung einsparen, da die hohe Zahl der Verwaltungsangestellten aufgrund der schwindenden Mitgliederzahl nicht mehr benötigt wird. Sogar die Schließung von Geschäftsstellen sei im Gespräch.

Zusatzbeitrag und Mitgliederschwund bringt DAK in Bedrängnis

Die DAK war eine der ersten gesetzlichen Krankenversicherungen, die bereits im Jahr 2010 einen Zusatzbeitrag in Höhe von acht Euro von ihren Versicherten forderte. Die Folge war, dass viele Versicherte von ihrem Wechselrecht Gebrauch machten und zu einer anderen Versicherung ohne Zusatzbeitrag wechselten. Nach den Angaben des Vorstandschefs Klaus Rebscher, der in der Frankfurter Rundschau ein Interview gab, muss die Krankenkasse ein Minus von etwa 300.000 Versicherten hinnehmen. Und dies, obwohl nach Angaben der Versicherung gut 200.000 neue Versicherte hinzugewonnen werden konnten.

Weniger Kassenpatienten bedeutet zuviel Verwaltungspersonal

Wie Klaus Rebscher im Interview weiterhin bekannt gibt, sei nun aufgrund des Mitgliederschwundes auch die Zahl der Verwaltungsangestellten zu hoch. Es ist daher zwingend notwendig, diese Zahl zu reduzieren. Er prüft nach eigenen Angaben sogar die Schließung wenig lukrativer Geschäftsstellen. Hiermit soll eine Reduzierung der Verwaltungskosten erreicht werden, um die Krankenversicherung wieder in die Gewinnzone zu führen.

DAK rechtfertigt Pfändung bei säumigen Mitgliedern

Die DAK machte bereits in den vergangenen Tagen Schlagzeilen, da sie angekündigt hatte, die säumigen Zusatzbeiträge der Versicherten über das Hauptzollamt im Pfändungsbeschluss einzuziehen. Rebscher verteidigte dieses Vorgehen, dann laut seiner Ansicht wären ohne ein derartiges Vorgehen all jene Beitragszahler benachteiligt, die ihren Zusatzbeitrag bereits von Anfang an pünktlich und zuverlässig bezahlen. Diese Versicherten würden sich betrogen fühlen, wenn die DAK säumige Zahler nicht härter angeht, denn die Belastungen müssten auf alle Mitglieder aufgeteilt werden.

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