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GKV

DAK Gesundheit: Abschaffung des Zusatzbeitrag schwierig

26. Oktober 2011

Möglicherweise könnte der Plan der DAK Gesundheit, den Zusatzbeitrag 2012 wieder abzuschaffen, nicht ganz aufgehen. Das Bundesversicherungsamt äußerte Zweifel an dem Vorhaben, da die Rahmenbedingungen für eine Fusion finanziell nicht optimal seien. Eine Aufhebung des Zusatzbeitrags konnte somit zu weiteren finanziellen Schwierigkeiten führen. Der DAK-Vorstandsvorsitzende Herbert Rebscher wies die Bedenken des BVA als „üblichen Hinweis“ ab. Das BVA kündigte an, im Falle eines Falle eventuell der DAK Gesundheit eventuell eine Absage bzgl. ihres Vorhabens erteilen zu müssen.

 

DAK & BKK Gesundheit fusionieren zum 01.01.2012

Zum 01.01 2012 wollen die DAK und die BKK Gesundheit zur DAK Gesundheit fusionieren. Die neue Krankenkasse würde dann mit rund 6,6 Millionen Mitgliedern die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse hinter der Techniker Krankenkasse und der Barmer GEK bilden. Durch die Fusion soll vor allem die finanzielle Situation beider Krankenkassen verbessert werden. Durch eine Zusammenlegung beider Verwaltungen soll mehrere Millionen Euro im Jahr eingespart werden. Die Aussichten scheinen so gut zu sein, dass die DAK bereits jetzt schon ankündigten, den aktuellen Zusatzbeitrag von 8 Euro / Monat im April 2012 aufheben zu wollen.

 

DAK Gesundheit will Zusatzbeitrag zum 01. April abschaffen

Ob eine Abschaffung des Zusatzbeitrages jedoch möglich ist, ist noch nicht ganz klar. Das Bundesversicherungsamt gab in einer Stellungnahme zu den Plänen der beiden Krankenkassen bekannt, eine Abschaffung des Zusatzbeitrages aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen bei der Krankenkassenfusion eventuell absagen zu müssen. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK geht hier von einem ganz normalen Hinweis des BVA aus. Allerdings ist die Abschaffung des Zusatzbeitrages nicht ohne Zustimmung von BVA möglich.

 

 

Zustimmung von BVA & GKV-Spitzenverband benötigt

Neben dem BVA spielt hier auch der GKV-Spitzenverband eine wichtige Rolle. Auch dieser muss der Abschaffung zustimmen, andernfalls ist eine Aufhebung nicht möglich. Die Abschaffung wäre für die DAK Gesundheit eine gute Gelegenheit, wieder verstärkt neue Kunden für sich zu gewinnen. Alleine durch die Erhebung des Zusatzbeitrages hatte die DAK in der Vergangenheit rund 500.000 Versicherter verloren. Ursprünglich war der Zusatzbeitrag als Mittel zur selbstständigen Regulierung von finanziellen Problemen bei Krankenkassen gedacht. Jedoch geraten immer mehr Krankenkassen bei Zusatzbeitragserhebung in noch größere finanzielle Schwierigkeiten, da viele Versicherte aufgrund ihres Sonderkündigungsrechts in Krankenkassen ohne Zusatzbeitrag wechseln.

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