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Krankenzusatzversicherung

CSS Zahnzusatzversicherung Testsieger Ökotest 2012

11. Juli 2012

In der Juli Ausgabe der Verbraucherzeitschrift „Ökotest“ wurden 56 private Zahnzusatzversicherungen und 27 Kooperationsangebote untersucht und einem Test unterzogen. „Ökotest“ hat die Tarife dabei in zwei Gruppen eingeteilt, einerseits die regulären privaten Zahnzusatzversicherungen und zum anderen die Angebote, die in Kooperation mit den gesetzlichen Krankenversicherungen angeboten werden. Zahnzusatzversicherung Testsieger bei Ökotest 2012 ist die CSS Zusatzversicherung.

 

Vier Anbieter belegen bei „Ökotest“ dabei den ersten Platz. Neben der Allianz sind dies unter anderem die BBV sowie die CSS. Bemängelt wird durch „Ökotest“ bei der CSS allerdings, dass eine Antragsbearbeitung nur sehr zögernd durchgeführt wird. CSS hat in dieser Beziehung allerdings zwischenzeitlich Nachbesserungen angekündigt. Im Gegensatz zu „Ökotest“ konnten bei einem kürzlich durchgeführten Test der Zeitschrift „Finanztest“ 33 Zahnzusatztarife die Note „sehr gut“ erhalten. Der Zahnzusatzversicherung Test 2012 der Stiftung Warentest im Überblick.

 

Private Zahnzusatzversicherungen: Teilweise hohe Beiträge

„Ökotest“ legt hingegen bei der Bewertung der Tarife andere Maßstäbe an, als „Finanztest“. Grundsätzlich zieht „Ökotest“ das Resümee, dass private Zahnzusatzversicherungen vielfach teuer sind. So muss eine Frau bisher rund 30 Euro monatlich für einen Zahnzusatztarif aufbringen, Männer derzeit 25 bis 30 Euro. Ab dem 21. Dezember 2012 gelten jedoch die sogenannten Unisex-Tarife, die den Versicherern gleiche Beträge für Frauen und Männern vorschreiben.

„Ökotest“ zeigt zudem, dass viele Versicherer zunächst einige Ausschlussklauseln erheben. Demnach übernehmen Versicherer im ersten Jahr häufig nur 27 Prozent der anfallenden Kosten, im zweiten Jahr nur 36 Prozent. Außerdem erheben viele Versicherer Gesundheitsprüfungen, die eine Vorabselektion ermöglichen. Vorerkrankungen können zudem zu deutlich höheren monatlichen Beiträgen führen, so die Zeitschrift „Ökotest“. In dem Test der Zeitschrift „Finanztest“ wurden 23 Vertragsvarianten deshalb teilweise auch nur mit „ausreichend“ bezeichnet.

 

Ökotest rät teilweise zum privaten Ansparen

Das Verbrauchermagazin „Ökotest“ rät teilweise sogar dazu, statt jahrelang in eine Zahnzusatzversicherung einzubezahlen, den Betrag für den Zahnarzt einfach auf ein Sparbuch anzusparen. Insbesondere die neue Gebührenordnung für Zahnärzte verteuert die Behandlungskosten jedoch erheblich. Insofern lohnt sich der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung jedoch insbesondere dann, wenn bei Abschluss eine gute körperliche Gesundheit vorliegt. In den günstigsten Fällen übernimmt demnach von 3000 Euro Zahnarztkosten die beste Versicherung rund 2300 Euro.

 

GKV erstattet nur Festzuschuss

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hingegen übernimmt nur 387 Euro an Festzuschuss. Insbesondere für Personen, die sich bei der Anfertigung von Implantaten oder Vollzahnersatz nicht auf die günstigsten Varianten beschränken wollen, sondern auch dem kosmetischen Aspekt ein gewisses Augenmerk widmen, lohnt sich eine private Zahnzusatzversicherung. Da die gesetzlichen Krankenversicherungen nur noch Festgeldzuschüsse bei zahnärztlichen Behandlungen erstatten, kann sich unabhängig von dem Rat von „Ökotest“, das Geld auf ein Sparbuch zu legen, der Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung lohnen.

Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass die Ausschlussklauseln und zudem die Leistungsbeschränkungsklauseln in den ersten Jahren nach dem Abschluss der Versicherung beachtet werden sollten. Unter diesen Aspekten ist der Abschluss einer privaten Zahnzusatzversicherung aber sinnvoll. Dies bestätigen sowohl „Finanztest“ als auch „Ökotest“.

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