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Politik

CDU fordert Zweibettzimmer im Krankenhaus

6. Februar 2011

Die Gesundheitsreform, die im Januar 2011 in Kraft getreten ist, sollte vor allem die langfristige Finanzierbarkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland sicherstellen. Bereits im Dezember 2010, noch bevor diese neue Gesundheitsreform in Kraft getreten ist, meldete sich der CDU-Politiker Jens Spahn zu Wort. Er forderte eine deutlich verbesserte Unterbringung von Kassenpatienten im Krankenhaus.

Spahn will Mehrbett-Zimmer im Krankenhaus durch Zweibett-Zimmer ersetzen

Jetzt, im Februar 2011, konkretisiert Spahn seine damals gestellten Forderungen. Sein Ziel sei es nicht, die Gesundheitsversorgung in Deutschland radikal zu reformieren, sondern er wünsche sich kleine Schritte, die jedoch stets auf eine verbesserte Versorgung der Versicherten zielen sollen. Dabei will er auch auf die finanzielle Situation der Krankenhäuser achten. Das Positionspapier, welches der Ärzte Zeitung vorgelegt wurde, beinhaltet Pläne, wonach die bisherigen Vier- oder Sechsbettzimmer im Krankenhaus langfristig abgeschafft werden sollen.

Die Form der Unterbringung im Krankenhaus soll dabei lediglich ein Teil des neuen GKV-Versorgungskonzeptes sein. Dieses neue Gesundheitssystem soll eine leistungsfähige und effiziente Versorgung gewährleisten. Nach den Wünschen von CDU und CSU soll für das Erreichen der Ziele ein regionaler Versorgungsausschuss eingesetzt werden, der die medizinische Versorgung einer gesamten Region sicherstellen kann.

Reine Zweibett-Zimmer stellen Herausforderung dar

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Unterbringung im Zweibettzimmer zwar wünschenswert sei, dass hierdurch die Anzahl der Krankenhausbetten aber um 30% reduziert werden würde. Auch das Pflegepersonal würde durch Zweibettzimmer stärker belastet, denn die zurückzulegenden Laufwege wären dann deutlich größer. Durch die Unterbringung in Mehrbettzimmern sei es vielfach möglich, Pflegepersonal effizienter und somit kostengünstiger einzusetzen.

Wie die Umsetzung der Pläne von CDU und CSU möglich sein sollen, wurde in dem jetzt vorliegenden Papier noch nicht diskutiert. Hier bleibt also abzuwarten, welche Vorschläge hinsichtlich der Finanzierung und der Umsetzbarkeit in den kommenden Wochen und Monaten vorgelegt werden.

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