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GKV

BVA: 20 Krankenkassen droht Zusatzbeitrag

16. Juni 2011

Die finanzielle Situation etlicher Krankenkassen scheint dem Bundesversicherungsamt einiges Kopfzerbrechen zu bereiten. Laut BVA sind die Rücklagen der Kassen nicht ausreichend, um die Vorgaben zu erfüllen. Für die Kassenpatienten steigt damit die Gefahr, in den nächsten Monaten durch Zusatzbeiträge tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Um welche Krankenkassen es sich handelt, ist bisher aber nicht klar.

 

Rotstift und Zusatzbeitrag

Welche Möglichkeiten haben die Krankenkassen überhaupt, um ihre Finanzen wieder in Ordnung zu bringen? Einfach teure Mitglieder aus der Krankenversicherung werfen ist unmöglich. Stattdessen bleibt den Kassen nur der Zusatzbeitrag oder der Rotstift. Angesichts der Auswirkungen, welche der Zusatzbeitrag hat, dürfte Letztere noch die angenehmere Variante sein. Beim Personal bzw. den Leistungen lässt sich schließlich leichter sparen als Mitglieder zu verlieren.

 

Denn genau dies ist der große Nachteil des Zusatzbeitrags. Viele Experten sehen ihn inzwischen nicht mehr als Mittel zur finanziellen Sanierung der Kassenfinanzen. Beispiel aus den letzten Wochen und Monaten haben deutlich gemacht, dass der Zusatzbeitrag Versicherte zum Krankenversicherung Wechsel animiert. Da es vor allem jüngere Mitglieder sind, welche den Krankenkassen verloren gehen, wird der Zusatzbeitrag schnell zum Nachteil im Wettbewerb mit der Konkurrenz.

 

Milliardenreserve im Gesundheitsfonds

Was den Krankenkassen in der GKV sauer aufstößt, ist aber nicht nur der Mangel an Unterstützung aus der Politik. Vielmehr ist es die Tatsache, dass der Gesundheitsfonds in letzter Zeit eine erhebliche Reserve angehäuft hat. Mit den Überschüssen ließe sich nicht nur die Situation der Kassen verbessern, sondern auch die Beitragslast der Versicherten verringern.

 

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