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PKV

Burn-Out: Hohe Kosten belasten die Krankenkassen

23. November 2011

Nach einer Studie der „Apotheken-Rundschau“ werden mindestens ein Viertel aller deutschen Arbeitnehmer auch regelmäßig am Wochenende, in ihrer Freizeit oder im Urlaub von ihrem Arbeitgeber und/oder Arbeitskollegen kontaktiert. Dies kann mitunter schwere gesundheitliche Störungen wie beispielsweise ein Burn-Out-Syndrom zur Folge haben. Da die Behandlungskosten bei Burn-Out-Patienten sehr hoch sind, haben auch die Krankenversicherungen deutlich unter dem massiven Anstieg der Krankheit zu leiden.

 

Privat- und Arbeitleben werden immer enger verknüpft

Laut Studie ist es heutzutage normal, dass man für den Arbeitgeber oder Kunden auch in der Freizeit, also auch im Urlaub oder am Wochenende erreichbar sein muss. Dieser ständige Kontakt zur Arbeitswelt kann für den Arbeitnehmer aber schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, fürchten Mediziner. Bereits rund ein Viertel aller Bundesbürger gehört zu der Gruppe, die ständig für ihren Arbeitgeber erreichbar ist. Allerdings existieren hier gravierende Unterschiede in den Altersgruppen. So sind es bei den Arbeitnehmern zwischen 30 und 49 Jahren sogar knapp 35 Prozent, die ständig erreichbar sind.

 

Burn-Out Gefahr bei Selbstständigen am größten

Noch größer ist das Risiko eines Burn-Out-Syndroms bei Selbstständigen. Bei Ihnen besteht eine noch größere Gefahr der Verschmelzung des Privat- mit dem Arbeitsleben. Hier liegt der Anteil des Arbeitslebens am Privatleben bei rund 50 Prozent. Gestützt wird diese Aussage mit der Tatsache, dass die Zahl der psychischen Erkrankungen im Laufe der letzten Monate gestiegen ist. Besonders betroffen sind Menschen aus Lehr- sowie helfenden Berufen. So sind rund ein Drittel aller deutschen Lehrkräfte sowie rund die Hälfte aller Pflegeberufe von einer psychischen Erkrankung betroffen. Auch die eigentlichen Heiler des Burn-Out-Syndrom, Ärzte, sind immer häufiger von einem Burn-Out betroffen. Nach Expertenschätzungen rund 15-20 Prozent der deutschen Ärzte.

 

 

Hohe Ausfallzeiten kosten Krankenversicherer viel Geld

Die steigende Zahl an Erkrankungen bekommen auch die Krankenversicherungen immer mehr zu spüren. Nicht nur die teuren Behandlungskosten, sondern auch die hohen Ausfallzeiten am Arbeitsplatz führen zu immer höheren Ausgaben für die Krankenkassen. Gerade Versicherte einer privaten Krankenversicherung mit Krankentagegeldversicherung kommen die Kassen im Krankheitsfall immer teurer zu stehen. Ein Ende des Anstiegs ist aktuell nicht in Sicht, viele Experten erwarten einen weiteren Anstieg innerhalb der nächsten Jahre. Eine Lösung mit langfristigen Erfolgschancen ist schwierig, da in vielen Bereichen das Arbeits- mit dem Privatleben immer enger miteinander verknüpft wird.

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