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Politik

Bürgerversicherung 2013: SPD will Krankenversicherung umbauen

4. Oktober 2011

Sollte sich die SPD in den Bundestagswahlen 2013 als Partei durchsetzen, so will sie ihr neues Gesundheitskonzept umsetzen, welches bereits jetzt schon heftig diskutiert wird. Durch das neue Konzept der SPD soll das jetzige Zwei-Klassen-System abgelöst werden. Im Mittelpunkt des SPD-Konzepts stehen der Ausbau von Versorgungszentren sowie eine Angleichung der Honorarsysteme von GKV und PKV.

 

Ausbau der Versorgungszentren

Um den medizinischen und strukturellen Ausbau voranzutreiben, sollen vor allem Versorgungszentren gefördert und unterstützt werden, um sie als Schnittstellen für verschiedenste medizinische Fachrichtung einzusetzen. Auch die ambulante Versorgung soll in dem Konzept der SPD nicht zu kurz kommen. Die ursprünglich geplante Entwicklung soll wieder aufgenommen werden, um so ambulante Ärzte besser in den strukturellen Umbau integrieren zu können. Um die Versorgungszentren für Patienten attraktiver zu gestalten, sollen sich künftig mehrere Hausärzte in diesen Zentren niederlassen.  Als Anreiz soll außerdem das Vergütungssystem für Hausärzte auf den Stand des 22. Septembers 2010 zurückversetzt werden, was ihnen so eine höhere Vergütung bescheren dürfte.

 

Bürgerversicherung als Finanzierungsmodell

Das Finanzierungsmodell der SPD läuft auf eine Bürgerversicherung hinaus, sprich alle Versicherten werden quasi in einer großen Krankenversicherung untergebracht. Für die private Krankenversicherung würden dann die gleichen Bedingungen und Regeln gelten, wie auch für die GKV. Lediglich für einige spezielle Berufsgruppen, wie beispielsweise Selbstständige und Beamte ist ein eigener Tarif vorgesehen. So könnten bspw. Beamte trotz Bürgerversicherung von der Beihilfe ihres Dienstherren profitieren.

 

 

Bürgerversicherung mit neuer Beitragsberechnung

Aber auch die Beiträge zur Bürgerversicherung sollen angepasst werden. So sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Bürgerversicherung künftig den gleichen Anteil an den Beiträgen zur Krankenversicherung übernehmen. Dabei soll die Beitragsberechnung aber von Grund auf neu zusammengestellt werden. So sollen künftig neben dem normalen Regeleinkommen auch Bonuszahlungen, Mieteinkünfte und Einmalzahlungen bei der Beitragsberechnung berücksichtigt werden.

 

Pflegeversicherung soll an Bürgerversicherung angepasst werden

Neben der Krankenversicherung soll aber auch die Pflegeversicherung eine Überarbeitung erhalten. So soll die Pflegeberatung sowie die Unterstützung der einzelnen Einrichtung künftig an die einzelnen Kommunen abgegeben werden. Als Jahresbudget will die SPD hier rund 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen, die in den Ausbau und die Weiterentwicklung investiert werden sollen. Zusätzlich soll die Bürgerversicherung auch das Modell der privaten Krankenversicherung an das der gesetzlichen KV anpassen. So könnte beispielsweise der Unterschied der privaten zur gesetzlichen Pflegeversicherung durch einen Risikoausgleich überwunden werden.

 

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