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PKV

Branchenkompass 2011: Private Krankenversicherung mit positiven Zukunftserwartungen

31. August 2011

Die Aussichten der privaten Krankenversicherungen stehen gut. Die Neukundenzahlen sowie der Absatz von privaten Krankenvollversicherungen und Zusatzpolicen legten auch 2011 kräftig zu. Für 2012 planen deshalb viele Versicherungskonzerne, die Zusammenarbeit mit Maklern zu intensivieren und neue Tarife anzubieten. Grund für dieses Wachstum dürften unter anderem der Wegfall der Drei-Jahres-Grenze sein und das Bedürfnis nach immer besserem Schutz der Gesundheit.

 

Experten rechnen mit großen Plus in 2012

Für die nächsten drei Jahre rechnen Experten der Krankenversicherungsbranche mit einem deutlichen Plus. Seit 2008 stiegen die Erwartungen für das Wachstum der Branche um 16 Prozent. Als Hauptgrund führen Experten das Wegfallen der 3-Jahres-Grenze auf. Wechselwillige mussten vor dem Januar 2011 mindestens 3 Jahre lang in Folge die Versicherungspflichtgrenze überschreiten, um in die private Krankenversicherung zu wechseln. Für einen Wechsel in die PKV muss die Grenze seit Januar 2011 lediglich einmalig überschritten werden.

 

PKV-Unternehmen wollen Zusammenarbeit mit Maklern stärken

Nach Expertenschätzungen wechselten seit Anfang 2011 bereits über 10.000 Versicherte in die private Krankenversicherung. Diese Zahlen wurden im „Branchenkompass 2011 Versicherungen“ von Maria Mummert veröffentlicht. Der Branchenkompass entstand in Kooperation mit dem F.A.Z. Institut. Aufgrund der positiven Zahlen des Neukundengeschäfts planen die privaten Versicherungsunternehmen, die Zusammenarbeit mit Maklern weiter auszubauen. Allerdings gilt es hier, die passenden von den unpassenden Neukunden auszusortieren. Den mit der steigenden Zahl an neuen Versicherungsmaklern, steigt auch die Zahl der Neukunden, die nicht unbedingt als direkte Zielgruppe der PKV gelten. Allerdings mussten sich Versicherungsmakler in der Vergangenheit auch immer häufiger der Kritik der Politik stellen. So erhielten sie zuletzt über hohe Provisionen von bis zu 18 Monatsbeiträgen pro abgeschlossenen Versicherungsvertrag. Der Vorschlag einiger Politiker, eine Provisionsgrenze für Versicherungsmakler einzuführen, erwies sich bisher als erfolglos.

 

 

Zukunft der privaten Krankenversicherung

So rosig die Zeiten für die private Krankenversicherung auch scheinen, einige Faktoren werfen trotzdem kein allzu gutes Licht auf die Zukunft der PKV. Vielen Versicherern bereiten die Pläne der Regierung, eine Bürgerversicherung einzuführen, Kopfschmerzen. Die Central Krankenversicherung gab gestern bekannt, sich nach und nach von dem Geschäft mit den Krankenvollversicherungen trennen zu wollen. Der Kernfocus der Central KV soll künftig auf privaten Krankenzusatzpolicen liegen. Scheinbar rechnet man hier fest mit der Einführung der Bürgerversicherung, die das Ende der privaten Krankenversicherung bedeuten könnte.

 

 

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