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GKV

BKK Hoesch: Zusatzbeitrag soll 2012 wieder abgeschafft werden

27. April 2011

 

2011 führte die BKK Hoesch als einzige gesetzliche Krankenkasse einen Zusatzbeitrag in Höhe von 15 Euro ein. Seit Jahresbeginn muss dieser Zusatzbeitrag von allen Mitgliedern gezahlt werden. Nun soll damit Schluss sein. Die BKK Hoesch hat ein Ende des Zusatzbeitrags für Ende 2012 angekündigt.

20 Prozent der Mitglieder nutzen ihr Sonderkündigungsrecht

Ende 2010 geriet die BKK Hoesch in eine leichte Schieflage, als der Risikostrukturausgleich ergab, dass  die BK zu viel Geld aus dem Gesundheitsfond erhalten hatte. Aus diesem Grund musste die BKK ca. 4 Millionen Euro in den Fond zurückzahlen. Zusätzlich gab es 2010 unerwartet viele und hohe Rechnungen, was der Krankenkasse zum Jahresende ein Minus von ca. 12 Millionen Euro bescherte. Da im Laufe der letzten Jahre nicht genug Rücklagen gebildet wurden, konnten die Schulden nicht beglichen werden und mussten so in Form des Zusatzbeitrags an die Mitglieder weitergereicht werden. Zu diesem Zeitpunkt zählte die BKK Hoesch ca. 73.000 Mitglieder, ca. 20 Prozent, also ungefähr 14.600 Mitglieder machten nach Bekanntgabe des Zusatzbeitrags Gebrauch von ihrem Sonderkündigungsrecht.

„Schuld war der Überraschungseffekt“

Schuld sei der Überraschungseffekt, so Pressesprecher Dietrich Hilje. Die 4 Millionen Euro Rückzahlung sei total überraschend gekommen und auch mit Krankenhau- bzw. Arztrechnungen in Höhe von fast 8 Millionen Euro habe man nicht gerechnet.

BKK Hoesch Angestellte bieten Mithilfe an

Der hohe Zusatzbeitrag, wie ihn sonst nur die City BKK verlangt, habe den Zweck, die Schulden zu verringern bzw. komplett zu begleichen, um den Zusatzbeitrag für die Mitglieder im Folgejahr zu mindern oder gänzlich abzuschaffen. Mithelfen wollen auch die Angestellten der BKK Hoesch. Sie würden freiwillig auf die tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen von 2,7 Prozent sowie das Weihnachtsgeld verzichten.

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