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GKV

BKK für Heilberufe: Wichtige Punkte für die Versicherten

9. November 2011

Mit der BKK für Heilberufe schließt zum Ende des Jahres nun bereits schon die zweite Krankenversicherung aufgrund finanzieller Probleme. Bis zuletzt hatten Vorstand und Bundesversicherungsamt versucht, einen Fusionspartner für die insolvente Krankenversicherung zu finden, um einen Weiterbetrieb zu ermöglichen. Da dieses Unterfangen jedoch scheiterte, soll die Schließung zum 31.12.2011 vollzogen werden. Die Versicherten der BKK für Heilberufe wurden nach eigenen Angaben der Krankenversicherung bereits über diesen Umstand informiert. Sie müssen sich nun bis Ende des Jahres eine neue Krankenversicherung suchen. Dabei gilt es, einige wichtige Aspekte zu beachten.

 

Kassen zur Aufnahme neuer Mitglieder verpflichtet

Wird eine Krankenkasse geschlossen, so müssen sich deren Mitglieder eine neue Krankenkasse suchen. Da in der gesetzlichen Krankenversicherung der Aufnahmezwang herrscht, haben Versicherte eine freie Krankenkassenwahl. Im Fall der insolventen City BKK kam es immer wieder dazu, das Krankenversicherungen versuchten, die Aufnahme von älteren und kranken Versicherten verweigerten und diese an andere Kassen verwiesen. Eine Tatsache, die so nicht sei darf, erklärte Gesundheitsminister Daniel Bahr und mahnte die Krankenkassen im aktuellen Fall zu einem positiven Verhalten. Sollte eine Krankenkasse nachweislich gegen die Aufnahmepflicht verstoßen, drohen empfindliche Geldstrafen von bis zu 50.000 Euro.

 

Auswahl einer neuen Krankenversicherung

Die Wahl der neuen Krankenkasse muss bis zum 14. Januar getroffen werden. Sollte bis dahin keine Versicherungsbestätigung bei der BKK für Heilberufe eingegangen sein, wird die neue Krankenversicherung durch Dritte ausgewählt. Dies soll dazu dienen, möglichst keine Versicherungslücken zu hinterlassen. Zu den Auswahlberechtigten gehören der Arbeitgeber, der Rentenversicherungsträger und das Jobcenter. Zumeist orientieren sich diese Parteien dabei an der Krankenkasse in der der Versicherte zuvor versichert war. Handelt es sich um eine Erstversicherung, so wird einfach irgendeine Krankenkasse ausgewählt. Generell ist es empfehlenswert, die Wahl der Krankenkasse selbst in die Hand zu nehmen, um nicht durch einen Zusatzbeitrag oder schlechtere Leistungen einen Nachteil zu erhalten. Dabei sollten sich Versicherte ruhig Zeit nehmen und die Vor- und Nachteile der gesetzlichen Krankenversicherer miteinander vergleichen. Da der Versicherungsschutz bis zum 31.12.2011 gewährleistet ist, ist hier keine Eile geboten.

 

 

Vergleich von gesetzlichen Krankenkassen

Wer freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert war, kann nun problemlos in eine private Krankenversicherung wechseln. Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben möchte, der sollte bei der Krankenkassenwahl ein Auge auf den Zusatzbeitrag, die Zusatzleistungen sowie en Service legen. Dies sind die 3 wesentlichen Punkte, in denen sich die gesetzlichen Kassen voneinander unterscheiden.  Gerade im Bereich der Erstattungen für Kuren, Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitsprogramme existieren häufig große Unterschiede. Zusätzlich bieten einige Krankenversicherungen sogenannte Bonusprogramme an, die bei einer gesunden Lebensweise und der regelmäßigen Teilnahme an bestimmten Vorsorgeuntersuchungen die Auszahlung einer Prämie ermöglichen.

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