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PKV

BKK für Heilberufe: PKV Wechsel für freiwillig Versicherte

15. November 2011

Für freiwillig Versicherte könnte die Schließung der BKK für Heilberufe durchaus Vorteile haben. Sie könnten nun auch ohne Frist in die private Krankenversicherung wechseln, wenn sie denn wollen. Hier gilt es einige Punkte zu beachten und nichts zu überstürzen, da der Wechsel in die private Krankenversicherung gut überlegt sein sollte.

 

Gründe für das Scheitern der BKK für Heilberufe

Die BKK für Heilberufe ist neben der City BKK nun bereits die zweite gesetzliche Krankenversicherung für die es 2011 keine Rettung mehr gab. Grund für die Pleite beider Kassen waren zunächst unzureichende Zuwendungen aus dem Gesundheitsfond. Als beide Kassen dann einen Zusatzbeitrag erheben mussten, wechselten viele Versicherte die Krankenkassen. Auch der Versuch, der angeschlagenen BKK für Heilberufe durch eine Fusion wieder auf die Beine zu verhelfen schlug fehl, da kein Fusionspartner gefunden werden konnte. Rund 113.000 Versicherte müssen sich nun eine neue Krankenversicherung suchen.

 

Wechsel in die private Krankenversicherung

Versicherte, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren, bekommen durch die Pleite die Möglichkeit, trotz verstrichener Wechselfrist in die private Krankenversicherung zu wechseln. Allerdings sollte ein Wechsel nicht überstürzt werden. Um sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, ist ein PKV Vergleich empfehlenswert. Damit können die Tarife der verschiedenen Krankenversicherer unter bestimmten Gesichtspunkten miteinander verglichen werden.

 

 

Vorteile eines PKV Wechsels in diesem Jahr

Die Wahl eines Selbstbehalts bietet dem Versicherten außerdem die Möglichkeit, Geld zu sparen, indem er im Leistungsfall einen Teil der Kosten selbst übernimmt. Dieser sollte jedoch mit Bedacht gewählt werden. Wird der Selbstbehalt zu hoch angesetzt, so kann es schnell sein, dass der Versicherte im Leistungsfall von den hohen Kosten „überrascht“ wird. Zusätzlich sollte zunächst überlegt werden, ob sich ein Selbstbehalt überhaupt lohnt. Weiteres Einsparpotenzial bietet die Wahl eines Tarifs mit Beitragsrückerstattung (BRE). Nimmt ein Versicherter innerhalb eines Jahres keine Leistungen seiner Krankenversicherung in Anspruch, so bekommt er einen Teil seiner Beitragskosten, meistens 3 Monatsbeiträge, zurückerstattet. Hier sollten Versicherte jedoch darauf achten, dass es sich um vertraglich garantierte und nicht um freiwillige BRE handelt. Ein weiterer Punkt, der für den Wechsel in die PKV 2011 spricht, ist die geplante Einführung der Unisex-Tarife. Versicherte die also noch 2011 in die PKV wechseln, können noch von den niedrigen Beiträgen profitieren, da von der Umstellung auf Unisex-Tarife nur Neukunden betroffen sind. Bestandskunden bleiben außen vor.

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