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Gesundheit

Bisphenol: Giftige Chemikalie in Kassenbons gefunden

17. August 2011

Das Greenpeace Magazin veröffentlichte am Dienstag eine Untersuchung, aus der hervor geht, dass viele Kassenbons und Fahrkartentickets mit den gesundheitsschädlichen Chemikalien Bisphenol A und S belastet sind. Die Giftstoffe sollen in vielen Supermarktquittungen sowie Bahnfahrkarten und Bons der Deutschen Post nachgewiesen worden sein.  Einzige Ausnahme machte da die Einzelhandelskette Lidl, in ihren Bons konnten die Umweltschützer keine giftigen Stoffe nachwiesen.

 

Kassenbons nicht an kleine Kinder weitergeben

Die in den untersuchten Bons enthaltene Menge der Giftstoffe überschreitet die Richtwerte bei weitem, allerdings werden bei tatsächlichem Kontakt mit den Bons nur geringe Mengen der Chemikalien freigesetzt. Trotzdem rät das Bundesinstitut für Risikobewertungen, die Bons nicht an Kleinkinder abzugeben. Bereits der kleinste Kontakt mit der Haut kann die gefährlichen Stoffe vom Bon lösen und in den Organismus der Kleinkinder geraten. Der Giftstoff kann unter anderem die Fortpflanzung beeinflussen und  die Gehirnentwicklung schädigen.

 

Belastetes Papier soll bis Ende des Jahres beseitigt werden

Die Bahn gab bereits in einer Stellungnahme bekannt, dass es sich bei dem Bisphenol belasteten Papier um Papier aus einer älteren Lieferung handeln müsse. Auch die Berliner Verkehrsbetriebe gaben bekannt, dass es sich bei dem belasteten Papier lediglich Papier aus Druckern einiger älterer Busse handeln dürfte. Beide Unternehmen wollen bis Ende des Jahres alle belasteten Papiere und Drucker auf chemikalienfreies Papier umgestellt haben.

 

 

Giftige Chemikalie in Kunststoff von Babyflaschen

Bereits vor einigen Jahren machte die gefährliche Chemikalie Bisphenol A auf sich aufmerksam. Seit einiger Zeit ist er aber nun verboten, Bisphenol in Kunststoff für die Herstellung von Babyflaschen zu verarbeiten. Das Verbot gilt EU-weit. Die Konzentrierung des Giftstoffes im Kunststoff war dabei laut Aussage von Green Peace nur geringfügig höher als in den Bons und Fahrscheinen. Ein anderes Problem macht den Umweltschützern außerdem Sorgen. Der Giftstoff lässt sich außerdem wesentlich leichter aus Papier als aus Kunststoff lösen.

 

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