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Politik

Bisphenol A in Babyfläschchen verschwindet ab März 2011

14. Februar 2011

Die Chemikalie Bisphenol A, die auch als BPA bekannt ist, ist ein Weichmacher, der bereits seit einiger Zeit nicht mehr unumstritten ist. Bereits in geringen Dosierungen konnten Bestandteile nachgewiesen werden, die dem weiblichen Hormon Östrogen sehr ähnlich sind. Somit ist es laut zahlreichen Studien möglich, das Bisphenol A den Hormonhaushalt der Menschen stören kann. Bisphenol A wird auch in die Nuckel der Babyflasche verarbeitet und soll ab Märzt 2011 verbannt werden.

Bisphenol A kann zu Unfruchtbarkeit und Diabetes führen

Sogar Fruchtbarkeitsstörungen können auftreten, und zwar sowohl bei Frauen wie auch bei Männern. Auch die allgemeine sexuelle Entwicklung kann durch diese Chemikalie gestört werden, weiterhin haben Studien nachgewiesen, das Bisphenol A das Risiko, an Diabetes zu erkranken, erhöhen. Obwohl Bisphenol A nachweislich negativ für den menschlichen Organismus ist, werden in Deutschland pro Jahr derzeit mehr als 40.000 Tonnen dieses Stoffes verarbeitet. Er findet sich dabei unter anderem in Thermopapier für Kassenbons, aber auch in zahlreichen Kunststoffartikeln und sogar in Babyfläschchen.

Babyflasche ab März ohne Bisphenol A

Obwohl die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit derzeit keine gesundheitlichen Probleme erkennen kann, entschied das deutsche Verbraucherministerium jetzt, das Bisphenol A ab dem 01. März nicht mehr für die Herstellung von Babyfläschchen eingesetzt werden darf. So kann die Chemikalie nicht mehr durch die Nahrung in den Organismus der Babys gelangen und hier keine Schädigungen anrichten. Sofern die Babyfläschchen vor dem 01. März 2011 produziert wurden, dürfen sie noch bis zum 01. Juli im Handel verkauft werden, so das Verbraucherministerium. Nach diesem Stichtag ist allerdings auch deren Verkauf untersagt.

Noch kein weitreichendes Verbot von Bisphenol A

In anderen Stoffen ist es aber nach wie vor erlaubt, Bisphenol A einzusetzen. Aufgrund der gesetzlich festgelegten Grenzwerte besteht laut Ansicht des Verbraucherministeriums keine Gefahr für den menschlichen Organismus, denn Erwachsene sind weniger anfällig als kleine Babys, die durch die neue Richtlinie besonders geschützt werden sollen. Allerdings dürfen Mütter sich dennoch nicht in Sicherheit wiegen, denn Bisphenol A kann bei Babys bereits im Mutterleib Schaden anrichten, so verschiedene Experten. Ebenso wie in Deutschland wurde Bispehnol A auch in Frankreich sowie in Dänemark verboten, selbst Australien hat bereits ein Verbot ausgesprochen. Bereits im Jahr 2009, als der Umweltverband BUND Bisphenol A in Babyschnullern festgestellt hatte, wurde diese Substanz nicht mehr zur Herstellung verwendet.

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