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Gesundheit

Billige Kontaktlinsen: Gefahr aus dem Supermarkt

1. Mai 2011

Wem sind sie nicht schon einmal aufgefallen, zumeist an der Kasse – Billig-Kontaktlinsen im Supermarkt. Mittlerweile gibt es Kontaktlinsen nicht mehr nur vom Arzt und Optiker, auch im Supermarkt an der Ecke. Günstiger als beim Optiker und ohne lange Wartezeit werden sie einfach mitgenommen. Augenärzte sind davon allerdings nicht begeistert. Im Gegenteil – sie raten eindringlich davon ab.

 

Wieso keine Kontaktlinsen im Supermarkt kaufen?

Gerald Böhme, Leiter des Bereichs Kontaktlinsen beim Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, stellte fest: „Kontaktlinsen sind Medizinprodukte und keine Ware, die vom Grabbeltisch kommen sollte“. Und damit hat er recht. Wer sich für einen Wechsel von Brille zu Kontaktlinsen entscheidet oder von vornherein lieber die unsichtbare Variante bevorzugt, sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

 

Das Problem liegt nicht einmal darin, dass die Linsen aus dem Supermarkt schlecht sind. Jedoch nur ein Arzt kann eventuelle allergische Reaktionen mit bestimmten chemischen Materialien feststellen. Ein weiteres Problem ist die genaue Passform der Kontaktlinsen, denn Linse ist nicht gleich Linse und Auge ist nicht gleich Auge. Beim Optiker wird das Auge vermessen, Winkel und die Sehstärke werden bestimmt. Nicht immer entspricht nämlich die Sehstärke bei einer Brille der Sehstärke bei Kontaktlinsen.

 

 

Linsen nie ohne ärztlichen Rat kaufen

Gerald Böhme führte weiter aus, dass beim Tragen von Supermarkt-Kontaktlinsen das Problem darin besteht, dass sie aus sehr weichem Material bestehen und fast immer den Anschein erwecken, sie passen. Auf diese Weise entsteht der Eindruck beim Kunden der Besuch beim Augenarzt ist unnötig. Supermarkt-Kontaktlinsen sind also kein Schnäppchen, sondern ein Gesundheitsrisiko, welches sich vermeiden lässt sowie unangenehme Kosten und Probleme verursachen kann.

 

 

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