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PKV

Betriebliche Krankenversicherung in Deutschland beliebter

22. Oktober 2012

In anderen Ländern ist die betriebliche Krankenversicherung bereits als etabliert. In Deutschland hingegen gilt die betriebliche Krankenversicherung noch als Nischenprodukt. Da jedoch im Zuge des Fachkräftemangels Arbeitgeber um hochqualifizierte und dringend benötigte Fachkräfte werben müssen, bieten immer mehr Arbeitgeber auch die betriebliche Krankenversicherung an, um bei den dringend gesuchten Arbeitskräften als attraktiv zu gelten. Weil die gesundheitliche Absicherung bei Arbeitnehmern immer wichtiger wird, verabschieden sich auch immer mehr Arbeitgeber von geldwerten Prämiensystemen und orientieren sich in Richtung gesundheitlicher Absicherung für die Arbeitnehmer um.

 

Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren von betrieblicher Krankenversicherung gleichermaßen

Der Autozulieferer GKN Sinter Metals beispielsweise hat im Jahr 2009 das Prämienausschüttungssystem zugunsten der betrieblichen Krankenversicherung umgestellt. Der Autozulieferer hat sich bei der ARAG für den Vorsorgetarif und die stationäre Zusatzversicherung entschieden. Für den zahnärztlichen Bereich wählte das Unternehmen die Süddeutsche Krankenversicherung.

Neben dem Vorteil für den Arbeitnehmer hat auch der Arbeitgeber bei der betrieblichen Krankenversicherung einen entscheidenden Vorteil. Weil die betriebliche Krankenversicherung als Teil der privaten Krankenversicherung (PKV) Zusatzleistungen anbietet, die die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nicht mehr gewährt, kann der Arbeitnehmer durch die Zusatzleistungen oftmals schneller genesen und steht dem Arbeitgeber somit früher wieder als Arbeitskraft zur Verfügung.

 

Betriebliche private Krankenversicherung: Arbeitnehmer werden zum Privatpatienten

Die betriebliche Krankenversicherung umfasst unter anderem eine Zusatzversicherung für den stationären Aufenthalt. Hierbei sind Komponenten enthalten, die den versicherten Arbeitnehmer auf das Niveau eines Privatpatienten hebt, inklusive Chefarztbehandlung. Auch beim Zahnersatz bietet die betriebliche private Krankenzusatzversicherung Leistungen, die die GKV längst nicht mehr bezahlt. Zudem werden von der betrieblichen Krankenversicherung auch weitere Vorsorgeleistungen erstattet. Auch ist es in vielen Fällen möglich, dass über die betriebliche Krankenversicherung Familienmitglieder auf eigene Kosten mitversichert werden können.

Vorteil: Gesundheitsprüfung und Wartezeiten entfallen

Ein weiterer Vorteil der betrieblichen privaten Krankenversicherung liegt zudem darin, dass auch Arbeitnehmer einen Versicherungsschutz erhalten, die bei Gesundheitsprüfungen entweder nur unter der Bedingung von Leistungsausschlüssen, der Zahlung von Risikozuschlägen oder überhaupt nicht versichert würden. Bei der betrieblichenKrankenzusatzversicherung verzichtet der PKV-Anbieter sowohl auf Wartezeiten als auch auf eine Gesundheitsprüfung.

 

Arbeitgeber als Türöffner zum Privatpatienten

Neben der rein arbeitgeberfinanzierten Variante der betrieblichen Krankenzusatzversicherung gibt es auch noch die arbeitnehmerfinanzierte Variante. Hier liegt der Vorteil darin, dass der Arbeitgeber keine Kosten hat, dem Arbeitnehmer gegenüber aber quasi als Türöffner für den begehrten Versicherungsschutz fungiert. Den Trend hin zur betrieblichen Krankenversicherung spüren auch die privaten Krankenversicherungsunternehmen selbst. Die Gothaer Krankenversicherung beispielsweise hat für dieses Marktsegment doppelt so hohe Zuwachsraten wie beim Verkauf ähnlicher Produkte an Einzelpersonen zu verzeichnen. Anderen Versicherern geht es ähnlich.

 

Immer mehr Anbieter für die Betriebliche Krankenzusatzversicherung

Mittlerweile bieten bereits 15 Versicherungsunternehmen die betriebliche private Krankenversicherung an, darunter auch die DKV. Die Debeka will ab 2013 auf den Zug der betrieblichen Krankenversicherung aufspringen und ebenfalls die betriebliche Krankenversicherung anbieten. Die Allianz hat für dieses neue und attraktive Marktsegment extra Mitarbeiter geschult, die die betriebliche Krankenversicherung vertreiben sollen.

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