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Die Entwicklung der Krankenkassen

Krankenkassen Test 2015: Preis-Leistungs-Vergleich Focus Money

12. Februar 2015

Bestes Preis-Leistungsverhältnis der Krankenkassen 2015

Techniker-Krankenkasse; die größte Kasse Deutschlands

Focus-Money hat 51 Krankenkassen im Test 2015 untersucht und verglichen. Dabei gingen sowohl bundesweite als auch regionale Kassen in den Vergleich ein. Beste Krankenkasse 2015 Test: AOK Plus und die Techniker Krankenkasse.

Krankenversicherung nicht nur günstig, sondern gut

Der Krankenkassen Test war eine Zusammenarbeit von Focus-Money und dem Deutschen-Finanz-Service-Institut. Dabei wurde nicht explizit nach der günstigsten Krankenkasse gesucht, sondern auch nach den dazugehörenden Leistungen. Eingegangen in den Vergleich sind nun auch die neuen Möglichkeiten der Kassen, seit dem 1.1.15 wieder Zusatzbeiträge zu erheben.

Regionale Kassen bieten viel Leistung

Die regionalen Kassen bieten besonders gute Leistungen zu günstigen Preisen, so das Ergebnis. Die besten im Vergleich wurden:

  • AOK Plus Thüringen und Sachsen mit einem Zusatzbeitrag von 0,3 Prozent
  • IKK Brandenburg/Berlin, die 0,6 % Zusatzbeitrag erheben
  • AOK Sachsen-Anhalt mit einem Zusatzbeitrag von 0,3 %.

Auch bei den überregionalen Kassen gibt es solche mit einem guten Verhältnis von Leistung und Preis. So die

  • Techniker Krankenkasse mit einem Zusatzbeitrag in Höhe von 0,8 %
  • die Hanseatische Krankenkasse, die derzeit einen Zusatzbeitrag in Höhe von ebenfalls 0,8 % erhebt, und die
  • DAK mit 0,9 % Zusatzbeitrag.

Getestet wurden unter anderem Servicequalität, Gesundheitsförderung und zahnmedizinische Versorgung.

Billig ist nicht gleich gut in der Krankenversicherung

Wer als Kunde die Krankenkasse wechseln will, braucht einen guten Vergleich. Denn hier sollte man keinesfalls nur auf den Preis schauen, sondern unbedingt beachten, welche Leistungen dahinter stecken. Mit Ausnahme der DAK erheben allerdings, so ergab der Vergleich, alle in den Leistungen sehr guten Krankenkassen einen Zusatzbeitrag von unter 0,9 %.

Hier treffen also gute Leistung und günstiger Preis zusammen. Vor allem die Kassen, die nicht überall im Land Kunden aufnehmen dürfen, punkten mit einem guten Verhältnis von Leistung und Preis. Bestes Beispiel: die AOK Plus Thüringen und Sachsen; Testsieger bei den regionalen Kassen.

Die größte Krankenkasse Deutschlands

Im letzten Jahr galt die Techniker Krankenkasse als Größte des Landes. Diesen Vorsprung kann sie auch weiterhin ausbauen. 2014 kamen 400.000 neue Mitglieder hinzu. Außerdem waren sehr beliebt:

  • die AOK Baden-Württemberg und
  • die BKK Mobil Oil.

Ob die Genannten Ihren Vorsprung auch mit Zusatzbeitrag weiter ausbauen können, bleibt in diesem Jahr abzuwarten. Insgesamt hat die Zahl der gesetzlich Versicherten zugenommen. Allerdings gab es im Vorjahr auch Krankenkassen, die mit einem erheblichen Mitgliederschwund zu kämpfen hatten. Dazu gehören

  • die AOK Nordost mit fast 17.000 Mitgliedern und
  • die DAK Gesundheit mit fast 13.000 Mitgliedern.

Gründe dafür könnten Unzufriedenheit mit dem Service oder zu wenig Zusatzleistungen sein. Im laufenden Jahr kann davon ausgegangen werden, dass die Barmer GEK der Techniker Krankenkasse den Ruf als größte Kasse Deutschlands nicht wird abjagen können, denn dort liegt der Zusatzbeitrag mit 0,9 % höher.

Problem für alle Kassen: Depressionen

Über die Gründe wird vielfach spekuliert: doch es steht fest, dass Depressionen bzw. vielfältige psychische Erkrankungen immer häufiger auftreten und zu immer längeren Arbeitsausfällen führen. Nimmt man die rund letzten 10 Jahre, so muss festgestellt werden, dass diesbezügliche Fehlzeiten um rund 70 % gestiegen sind. Am häufigsten treten diese in Schleswig-Holstein und Berlin sowie Hamburg auf. 17 % aller Fehltage gehen auf derartige Erkrankungen zurück.

Die gesamte Zahl der Fehltage, die auf Depressionen und Co zurückzuführen sind, haben sich in den letzten Jahren fast verdoppelt. Die Prävention wird deshalb auch bei den Krankenkassen eine immer größere Rolle einnehmen, zumal die Kosten für solche Erkrankungen schon aufgrund der Länge und der benötigten Spezialisten einen großen Faktor im Budget der Kassen ausmachen.

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