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Beitragsanpassung in der PKV 2015

PKV Beitragserhöhung 2015: HUK & PAX Familienfürsorge

24. Februar 2015

Beitragserhöhungen bei privaten Krankenkassen 2015

Beiträge bei der PKV

Mit dem Jahreswechsel 2015 gab es bei zahlreichen privaten Krankenkassen Beitragserhöhungen. Doch es gibt auch PKV Beitragsanpassungen während des Jahres 2015, zum Beispiel aktuell bei HUK-Coburg Krankenversicherung und der Pax Familienfürsorge.

Wer als Neukunde bei diesen privaten Krankenversicherungen einsteigt, braucht sich aber nicht zu fürchten – denn die Kostensteigerungen sind moderat. Ab 1. März fallen die Beiträge bis zu 6% höher aus.

PAX und HUK Coburg: PKV Beitragserhöhung 2015

Bei den Tarifen „Komfort0“ und „Komfort3“ kommt es bei der HUK Coburg Krankenversicherung zu den Beitragssteigerungen, die zwischen 5 und 6 % ausfallen sollen. Beides sind Vollversicherungstarife. Die Pax Familienfürsorge gehört zur HUK Versicherungsgruppe und wird ihre Tarife „Premium0“ und „Premium3“ erhöhen. Beide Versicherer waren schon im Vorjahr dabei, als einige Anbieter ihre Prämien erhöhten.

Geringe Beitragserhöhungen zum Jahreswechsel

Auch all jene Versicherungen, die ihre Beiträge zum Jahreswechsel angehoben hatten, blieben dabei noch im verhältnismäßig kleinen Rahmen. Dies liegt unter anderem daran, dass es für die Prämienanpassungen gesetzliche Rahmenbedingungen gibt, die eingehalten werden müssen. Das bedeutet, dass es einen speziellen Grund geben muss, warum die Beiträge erhöht werden. Das können die ansteigenden Gesundheitskosten sein, wenn diese nachweislich mehr als 10 % über den Kalkulierten liegen.

PKVs sind damit nicht einverstanden

Die PKVs sind mit dieser Einschränkung ihrer freien Wahl des Beitrages weniger einverstanden. Denn nach deren Ansicht werden damit die nötigen Erhöhungen verzögert. Daher hatte der brancheneigene Verband versucht, die entsprechenden Gesetze zu kippen – erfolglos. Deshalb geht man davon aus, dass es in den nächsten ein-bis zwei Jahren zu größeren Beitragserhöhungen kommen wird.

Welche Kunden sind betroffen?

Bestandskunden brauchen sich über die Meldungen keine Sorgen zu machen, denn die Tarifanpassungen, um die es derzeit geht, betreffen nur Neukunden. Wer als Bestandskunde von drohenden Beitragserhöhungen betroffen ist, kann dies wett machen, in dem der mit einem Tarif- oder sogar Anbieterwechsel den Mehraufwand ausgleicht.

Zwar ist der Wechsel zu einer anderen privaten Krankenkasse eher nachteilig, wegen der zurückbleibenden Altersrückstellungen, aber ein Tarifwechsel innerhalb der PKV hat keine derartigen Nachteile. Es können Kosten gespart werden ohne Verzicht auf Leistungen.

Der Tarifwechsel innerhalb der PKV

Wer innerhalb seiner Krankenkasse den Tarif wechseln will, muss einiges beachten. Denn der neu ausgewählte Tarif muss mindestens die gleichen Leistungen bieten wie der Alte. Das schließt aus, dass man aus einem Tarif mit hohen Zusatzleistungen in einen einfachen Basistarif wechselt.

Wie geht es im Jahr 2016 weiter?

Experten sagen eine Beitragssteigerung für das Jahr 16 voraus. Das wäre der dauerhaften Niedrigzinsphase geschuldet. Denn dadurch steigen die angelegten Beiträge nicht in dem Maße an, wie es die Kassen zunächst kalkuliert hatten. So kommt es zu neuen Kalkulationen der Beiträge die letztendlich eine Erhöhung für die Versicherten bedeutet.

Wie wirken sich die Zinsen auf die Beiträge aus?

Eine private Krankenversicherung legt die sogenannten Altersrückstellungen der Versicherten gewinnbringend an. Doch genau hier hapert es momentan: die Gewinne, die damit erwirtschaftet werden, liegen aufgrund der geringen Zinsen weit unter dem, was sich die Versicherungen für diese Jahre vorgestellt hatten.

Die Folge: geringere Einnahmen. So bleibt den Kassen nichts anderes übrig, als zu Beitragserhöhungen zu greifen, um die fehlenden Zinseinnahmen auszugleichen. Wie hoch sich diese Änderungen der Beiträge auswirken werden, kann derzeit noch nicht beurteilt werden.

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