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BBG PV 2015

Beitragsbemessungsgrenze Pflegeversicherung 2015: BBG PV

17. Dezember 2014

Pflegeversicherung

beitragsbemessungsgrenze Pflege

Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland wurde ins Leben gerufen, um die Kosten für Pflegefälle finanzieren zu können. Sie soll im Bedarfsfall die Kosten für die notwendige Pflege übernehmen und gleichzeitig pflegende Angehörige finanziell entlasten.

Die Finanzierung erfolgt, wie bei den gesetzlichen Sozialversicherungen üblich, sowohl durch die Arbeitnehmer wie auch die Arbeitgeber, sodass beide Seiten gleichermaßen belastet werden. Die Beitragssätze zur Pflegeversicherung 2015 werden gesetzlich festgelegt und orientieren sich an der Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung ( BBG KV 2015 ).

Die Beiträge für die gesetzliche Pflegeversicherung 2015

Um die Kosten im Pflegefall wirklich für alle Betroffenen finanzieren zu können, gehört die gesetzliche Pflegeversicherung ebenso wie die gesetzliche Kranken- oder die Arbeitslosenversicherung zu den Pflichtversicherungen. Zudem erachten Experten auch eine zusätzliche private Pflegeversicherung als sinnvoll an.

Seit Januar 2013 gilt ein einheitlicher Pflegeversicherung Beitragssatz von 2,05 Prozent, der je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanziert wird. Für beide Seiten fallen so Kosten in Höhe von 1,025 Prozent des Bruttoverdienstes an. Lediglich in Sachsen gibt es eine abweichende Regelung.

Da die Pflegeversicherung, wie auch die übrigen Sozialversicherungen, auf dem Generationenvertrag beruhen und kinderlose Paare hier keinen Beitrag leisten, diesen zu erfüllen, muss ein Zusatzbeitrag übernommen werden. Dieser wird allerdings erst ab dem Erreichen des 23. Lebensjahres fällig und beträgt 0,25 Prozent.

Beitragsbemessungsgrenze regelt Höchstbeitrag zur Pflegeversicherung

Wiederum wird der Beitragssatz vom Bruttolohn berechnet und muss entsprechend finanziert werden. Erst dann, wenn die Beitragsbemessungsgrenze ( BBG 2015 ) erreicht ist, steigt der Beitrag nicht weiter. Diese Einkommensgrenze, die analog der Verdienstgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung ist, wird allerdings jährlich an die allgemeine Lohnentwicklung angepasst und erhöht sich hierdurch stetig.

Auch für 2015 erwarten Versicherungsexperten erneut eine höhere Beitragsbemessungsgrenze, da auch die Einkommen in Deutschland im Jahr 2014 eine positive Entwicklung genommen haben.

Beitragsbemessungsgrenze Pflegeversicherung 2015 ( BBG PV 2015 )

Versicherte, die ein Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze erzielen, müssen somit keine steigenden Beiträge mehr fürchten. Allerdings erhöht sich die Einkommensgrenze analog der Einkommensentwicklung jährlich, sodass auch nahezu in jedem Jahr eine Beitragserhöhung beachtet werden muss.

Für 2015 sind jetzt die vorläufigen Zahlen bekannt geworden. Die Beitragsbemessungsgrenze wird demnach um 75 Euro pro Monat auf 4.125 Euro angehoben, die jährliche Verdienstgrenze liegt bei 49.500 Euro. Durch diese Erhöhung steigt für Gutverdiener damit auch der Beitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung, für Arbeitgeber hingegen erhöhen sich die Lohnnebenkosten, denn auch sie finanzieren die Hälfte der Versicherungsbeiträge.

Da die Beitragsbemessungsgrenzen auch für die Rentenversicherung sowie die Krankenversicherung angehoben werden, müssen weitere Kosten kalkuliert werden. Wie hoch diese Kosten im Einzelnen sind, zeigt ein Blick auf das Bruttoeinkommen sowie einzelnen Beitragsbemessungsgrenzen und Beitragssätze.

Zwar ist derzeit noch keine endgültige Entscheidung getroffen, die Vergangenheit zeigte jedoch, dass die Bundesregierung durchaus den Vorschlägen der Experten folgt und die Einkommensgrenzen nach deren Vorgaben festlegt. Sparen ist hierbei jedoch meist nicht möglich, denn sowohl die Verdienstgrenzen wie auch die Beitragssätze werden von der Bundesregierung festgelegt und sind nicht veränderbar.

Sozialversicherungsbeiträge sparen mit betrieblicher Altersvorsorg

Lediglich durch eine Reduzierung des Bruttoeinkommens können Arbeitnehmer und Arbeitgeber sparen. Möglich ist dies beispielsweise durch die Nutzung der betrieblichen Altersvorsorge, denn hierdurch verringert sich das Bruttoeinkommen und damit auch die Beiträge zu den Sozialversicherungen. Welche Auswirkungen eine solche Versicherung im Detail hat, können Arbeitgeber oder Steuerberater individuell berechnen und so bei der Entscheidung helfen.

Stiftung Warentest: Private Pflegeversicherung sinnvoll

Auch ist die Vorsorge über eine zusätzliche private Pflegeversicherung sinnvoll, meinen nicht nur Experten und Verbraucherschützer. Auch die Stiftung Warentest gibt die Empfehlung heraus, eine private Pflegeversicherung zur Absicherung der Pflegekosten abzuschließen.

Um Verbrauchern den Durchblick im Tarifdschungel zu ermöglichen führt die Stiftung Warentest regelmäßige Pflegeversicherung vergleiche durch und gibt die besten Pflegeversicherungen als Testsieger in ihrem Magazin Finanztest bekannt. Diese Testergebnisse helfen, eine günstige und bedarfsgerechte private Pflegeversicherung zu ermitteln.

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