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Politik

Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung 2011

11. März 2011

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung gibt an, bis zu welchem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt Beiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt werden müssen. Außerdem kommen ähnliche Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung zur Anwendung. Diejenigen Anteile des Einkommens, die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen, werden zur Berechnung der Beiträge nicht mehr herangezogen. Damit bleibt der Beitragssatz zur Krankenversicherung konstant, der Anteil des Einkommens, der oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt, bleibt von Versicherungsbeiträgen befreit.

 

Beitragsbemessungsgrenze 2011

Im Jahr 2011 ist die Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung gesunken. Während sie im Jahr 2010 noch bei 45.000 Euro pro Jahr lag, hat sie sich seit Januar 2011 auf 44.550 Euro jährlich reduziert. Die Beitragsbemessungsgrenze wird jährlich angepasst und vom Bundesrat festgelegt. Dabei ist sie ausgerichtet an der Entwicklung der gesamten Bruttolohnsumme, die alle Arbeitnehmer im vergangenen Kalenderjahr hatten, verglichen mit den entsprechenden Summen des vorangegangenen Kalenderjahres. Doch nicht nur die Beitragsbemessungsgrenze wurde im Zuge der Gesundheitsreform zum 01. Januar 2011 in der gesetzlichen Krankenversicherung angepasst. Eine Änderung hat auch der gesetzlich festgelegte einheitliche Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung erfahren. Er wurde von 14,9 Prozent im Jahr 2010 auf 15,5 im Jahr 2011 erhöht.

 

Arbeitgeberanteil Krankenversicherung 2011

Der Anteil des Arbeitgebers ( Arbeitgeberanteil Krankenversicherung ) an diesen 14,9 Prozent in 2010 lag bei sieben Prozent, während der Arbeitnehmer einen Teil von 7,9 Prozent zu zahlen hatte. Seit Januar 2011 dagegen hat der Arbeitgeber einen Anteil von 7,3 Prozent zu tragen, der Anteil des Arbeitnehmers ist auf 8,2 Prozent gestiegen. Damit hatte der Arbeitnehmer bisher einen um 0,9 Prozent höheren Beitrag zu leisten. Allerdings soll der Anteil des Arbeitgebers in Zukunft auf 7,3 Prozent eingefroren werden, wodurch weitere Erhöhungen der Beiträge voll durch den Arbeitnehmer zu tragen wären.

 

 

Beitragssätze zur Krankenversicherung steigen

Die Reduzierung der Beitragsbemessungsgrenze bei gleichzeitiger Erhöhung der Beitragssätze lässt befürchten, dass die gesetzlichen Krankenkassen weiter in ihrer finanziellen Situation geschwächt werden. Steigende Krankheitskosten durch eine überalternde Bevölkerung und immer kostspieligere Behandlungsmethoden auf der einen Seite, dazu immer weniger Mitglieder auf der anderen Seite durch vereinfachte Wechselregularien in die privaten Krankenkassen sorgen für ein zunehmendes finanzielles Ungleichgewicht. Dies dürfte sich auch in Form des steigenden Beitragssatzes bemerkbar machen, der offensichtlich zum Ausgleich herhalten und die knappen Kassen auffüllen soll.

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