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PKV

Beitragsbemessungsgrenze in der privaten Krankenversicherung

31. Oktober 2011

In der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Beiträge anhand des von der Regierung festgelegten Prozentsatzes und dem Bruttoeinkommen bestimmt. Damit steigen die Beiträge mit dem Einkommen, allerdings nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Wird sie erreicht, werden die Beiträge eingefroren und können nicht weiter angehoben werden. In der PKV spielt die Beitragsbemessungsgrenze für die Beitragsermittlung im Basistarif eine wichtige Rolle, denn die Beiträge hierfür dürfen den Maximalbeitrag in der GKV nicht übersteigen.
Für einen Wechsel in die private Krankenversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze allerdings nicht ausschlaggebend, hier wird die Versicherungspflichtgrenze zur Beurteilung herangezogen. Erst wenn das Bruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze übersteigt, ist ein Wechsel in die PKV möglich.

 

Die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung wird jährlich von der Bundesregierung festgelegt. Grundlage für diese Festlegung ist das von den Bundesbürgern erzielte Bruttoeinkommen. Bei Einkommenssteigerungen wird demnach auch die Beitragsbemessungsgrenze erhöht, sollte das durchschnittliche Einkommen in Deutschland sinken, würde auch die Beitragsbemessungsgrenze reduziert.

Seit dem Jahr 1967 wurde die Beitragsbemessungsgrenze aufgrund der positiven Einkommensentwicklung in Deutschland stetig angehoben. Ausnahme bildete lediglich das Jahr 2011, als die Beitragsbemessungsgrenze erstmals gesenkt wurde. Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise, der hohen Zahl an Kurzarbeitern und der gestiegenen Arbeitslosigkeit konnten die Deutschen weniger Einkommen erzielen, was sich auch auf die Beitragsbemessungsgrenze auswirkte. Lag die Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 2010 bei 3.750 Euro monatlich oder 45.000 Euro jährlich, wurden die Einkommensgrenzen 2011 auf 3.712 Euro Monats- oder 44.550 Euro Jahreseinkommen reduziert. Dies entsprach einer Reduzierung von einem Prozent. Damit wurden auch die Maximalbeiträge für den Basistarif sowie die maximalen Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung reduziert.

 

 

Die weitere Entwicklung

Da die Einkommensentwicklung in Deutschland im Jahr 2011 wieder positiv ist, wird die Beitragsbemessungsgrenze 2012 wieder angehoben. Die Beitragsbemessungsgrenze wird künftig monatlich 3.825 Euro bzw. jährlich 45.900 Euro betragen, so dass bis zu diesem Einkommen Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung berechnet werden.
Die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze wirkt sich sowohl auf privat wie auch auf gesetzlich Versicherte sowie auf Arbeitgeber aus. Der Arbeitgeberanteil für die private und die gesetzliche Krankenversicherung steigt auf maximal 279,23 Euro. Der Maximalbeitrag für gesetzlich Versicherte steigt gleichzeitig auf 313,65 Euro, da 0,9% des Krankenversicherungsbeitrages von den Versicherten übernommen wird. Auch der Beitrag für den Basistarif wird ab 2012 auf 313,65 Euro angehoben.

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