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PKV

Beitragsbemessungsgrenze 2012

12. September 2011

Die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) grenzt das sozialversicherungspflichtige Einkommen ein, für welches Beiträge zur gesetzlichen Pflege- und Krankenversicherung gezahlt werden müssen. In der Rentenversicherung sowie in der Arbeitslosenversicherung kommt eine leicht abgewandelte Beitragsbemessungsgrenze zur Beitragsberechnung zum Einsatz.

 

Gesetzliche Krankenversicherung Beitragsbemessungsgrenze 2012

Für 2012 wird eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze auf 3.825 Euro im Monat bzw. 45.900 im Jahr erwartet. Diese Zahlen gehen aus einem Entwurf zur Rechengrößenverordnung 2012 der Bundesregierung hervor. Die Entwicklung der Rechengrößenverordnung, und somit auch die der Beitragsbemessungsgrenze, ist von der Entwicklung der Löhne und Gehälter in Deutschland abhängig. Steigt die Bruttolohnsumme eine Jahres im Vergleich zum Vorjahr an, so ist eine Erhöhung der BBG wahrscheinlich. Der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Krankenversicherung erhöht sich um 8,22 Euro auf maximal 279,23 Euro. Der Arbeitnehmeranteil steigt auf maximal 313,65 Euro. Die Aufteilung der Beiträge von 7,3 Prozent für den Arbeitgeber und 8,2 Prozent für den Arbeitnehmer bleibt gleich.

Bis 2003 verlief die Beitragsbemessungsgrenze identisch mit der Versicherungspflichtgrenze. 2003 wurde beiden Grenzen zur besseren Unterscheidung jedoch ein unterschiedlicher Wert zugewiesen.

 

Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung:

Beitragsbemessungsgrenze 2011: 44.550 Euro
Beitragsbemessungsgrenze 2010: 45.000 EUR
Beitragsbemessungsgrenze 2009: 44.100 EUR
Beitragsbemessungsgrenze 2008: 43.200 EUR
Beitragsbemessungsgrenze 2007: 42.750 EUR
Beitragsbemessungsgrenze 2006: 42.750 EUR
Beitragsbemessungsgrenze 2005: 42.300 EUR
Beitragsbemessungsgrenze 2004: 41.850 EUR
Beitragsbemessungsgrenze 2003: 41.400 EUR

 

Berechnung des sozialversicherungspflichtigen Einkommens zur Krankenversicherung

Für die Berechnung des sozialversicherungspflichtigen Einkommens werden neben dem regelmäßigen Arbeitsentgelt auch Einkünfte aus vermögenswirksamen Leistungen, Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) sowie pauschale Überstundenvergütungen herangezogen. Unregelmäßiges Einkommen wie Überstundenvergütungen sowie Fahrtkostenerstattungen und Kindergeld sowie Unterhalt können nicht für die Berechnung herangezogen werden.

 

Rentenversicherung Beitragsbemessungsgrenze 2012

Neben der Krankenversicherung existiert auch in der Rentenversicherung eine Beitragsbemessungsgrenze. Allerdings gilt es hier zu beachten, das in der Rentenversicherung quasi 2 BBGs bestehen. Eine wird für die Berechnung des beitragspflichtigen Einkommens zur normalen und eine zur Berechnung des beitragspflichtigen Einkommens zur knappschaftlichen Rentenversicherung benötigt. Außerdem wird bei den Bundesländern in Ost bzw. Westbundesländer unterschieden. Die BBG für die westlichen Bundesländer liegt 2012 bei 5.500 Euro (66.000 Euro / Jahr) und bei östlichen Bundesländern bei 4.800 Euro (57.600 Euro / Jahr).

Festgelegt ist die Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung im sechsten Sozialgesetzbuch. Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden ebenfalls auf der Grundlage dieser Beitragsbemessungsgrenze berechnet.

 

 

Berechnung des versicherungspflichtigen Einkommens zur Rentenversicherung

Für die Berechnung des versicherungspflichtigen Einkommens zur Rentenversicherung gelten andere Regeln als bei der Berechnung für die Krankenversicherung. Bei normalen Arbeitnehmern wird für die Berechnung das Arbeitsentgelt bzw. bei Auszubildenden mindestens ein Prozent ihrer Vergütung herangezogen. Bei Menschen mit einer Behinderung werden min. 80 Prozent der Bezugsgröße für die Beitragsbemessungsgrenze herangezogen. Wird ein Mensch mit Behinderung nach seiner Beschäftigung in einer anerkannten Behindertenwerkstatt beschäftigt, so wird das Einkommen eines achtzigstel von hundert der Bezugsgrößte verwendet.

Bei Personen mit der Möglichkeit zu einer Erwerbstätigkeit werden 20 Prozent der Bezugsgrößte herangezogen. Bei Auszubildenden richtet sich das versicherungspflichtige Einkommen nach der Höhe ihrer Ausbildungsvergütung. Bei selbstständigen Personen werden alle Einkünfte aus dieser Selbstständigkeit herangezogen. Die Mindesthöhe für ein beitragspflichtiges Einkommen liegt hier bei 400 Euro.

 

Arbeitslosenversicherung Beitragsbemessungsgrenze 2012

Die Beitragsbemessungsgrenze für die Arbeitslosenversicherung ist der der Rentenversicherung gleichgestellt.

 

 

 

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