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Krankenzusatzversicherung

Reisekrankenversicherung leistet nicht bei politischen Unruhen

7. März 2011

Viele Deutsche verreisen in den Wintermonaten in wärmere Länder. Um hier im Krankheitsfall ausreichend abgesichert zu sein, schließen sie eine Auslandsreisekrankenversicherung ab, die die Behandlung als Privatpatient gewährleistet. Doch Vorsicht: Der Leistungsfall bei politischen Unruhen und kriegerischen Auseinandersetzungen ist häufig ausgeschlossen.

Reisekrankenversicherung im Ausland

Da sowohl die gesetzliche wie auch die private Krankenversicherung im Ausland nicht vollumfänglich leisten, bieten die privaten Krankenversicherer als zusätzliche Absicherung eine Auslandsreisekrankenversicherung. Sie übernimmt im Urlaubsland die Kosten für einen eventuell notwendigen Arztbesuch, auch Aufenthalte im Krankenhaus sowie für die Heilung benötigte Heil- und Hilfsmittel sowie Arzneien werden übernommen.

Private Zusatzversicherung für mehr Sicherheit im Ausland

Sofern die Krankheit schwer wiegend ist und eine Heilung in Deutschland als wahrscheinlicher gilt, wird die Auslandsreisekrankenversicherung sogar die Kosten für eine notwendige Heimreise übernehmen. Der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung ist heute bei zahlreichen Krankenversicherungen als Zusatzversicherung möglich, in vielen Fällen ist sie auch im Paket für die Reiseversicherungen enthalten, welches beim Reiseveranstalter oder einem auf Reiseversicherungen spezialisierten Unternehmen abgeschlossen werden kann.

Reisekrankenversicherung leistet nicht bei Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes

Im Leistungsumfang der privaten Auslandsreisekrankenversicherung der PKV ist allerdings in den meisten Fällen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen ein Passus bezüglich kriegerischer Auseinandersetzungen enthalten. Sofern das Auswärtige Amt eine Reisewarnung herausgegeben hat, Urlauber aber dennoch in dieses Land reisen, erfolgt die Reise auf eigene Gefahr. Schäden, auch körperlicher Art, sind dann nicht mehr versichert. Auch die Auslandsreisekrankenversicherung wird dann nicht leisten.

Ägypten und Tunesien von Reisewarnung betroffen

Die entsprechenden Reisewarnungen sollten also unbedingt befolgt werden, in der Regel sind auch Umbuchungen beim Reiseveranstalter kostenfrei möglich. Im konkreten Fall betrifft dies die beliebten Urlaubsländer Tunesien und Ägypten, die von politischen Unruhen betroffen sind. Sobald die Reisewarnung allerdings wieder aufgehoben wurde, wird auch die private Krankenversicherung fürs Ausland wieder vollumfänglich leisten.

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