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Gesundheit

Arzttermin: Durchschnittliche Wartezeit beträgt 27 Minuten

8. September 2011

Laut einer Studie der Betriebskrankenkassen (BKK) müssen Patienten bei einem Facharzttermin längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Die BKK konnte keinen großen Vorteil von Privatpatienten gegenüber gesetzlich Versicherten ermitteln, die Wartezeit betrug bei Privatpatienten durchschnittlich nur 6 Minuten weniger. Für die Studie wurden 6000 Versicherte ab 14 Jahren befragt.

 

Durchschnittliche Verweildauer im Wartezimmer beträgt 27 Minuten

Gesetzlich Versicherte müssen im Schnitt rund 27 Minuten (2008: 28 Minuten) auf ihren Termin im Wartezimmer warten. Privatpatienten kommen zwar etwas früher dran, allerdings ist der Unterschied nicht so gravierend wie bei den Wartezeiten bei der Terminvergabe. PK-Versicherte mussten im Schnitt ca. 21 Minuten, also 6 Minuten weniger im Wartezimmer verbringen. Die kürzeste Wartezeit ergab sich bei Zahnärzten. Hier mussten Patienten im Schnitt nur 13 Minuten auf ihren Termin warten. Auch die Wartezeit beim Gynäkologen mit 23 Minuten lag noch im „normalen“ Bereich. Für den Besuch beim Kinderarzt müssten die Eltern mit 29 Minuten schon ein wenig mehr Geduld aufbringen. Die längste Wartezeit konnte beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt verzeichnet werden. Hier mussten Patienten im Schnitt rund 37 auf ihren Termin warten.

 

Nur die wenigstens Wartezimmer sind „gemütlich“

Auch die Wartezimmer der Arztpraxen wurden für die Studie genauer unter die Lupe genommen. So kam die BKK zu dem Schluss, dass nur die wenigsten Wartezimmer gemütlich eingerichtet seien. Häufig würden Patienten mithilfe von Entspannungsmusik oder einem Fernsehprogramm von der langen Wartezeit abgelenkt. Durch Zeitschriften und Spielzeug für Kinder würde die Wartezeit jedoch wie im Fluge vergehen, sagte einer Mutter während der Umfrage.

 

 

Trend: Werbung im Wartezimmer

Der Trend im Wartezimmer geht immer mehr zu Flachbildfernsehern, auf denen kurze Clips oder themenrelevante Werbung gezeigt werden. Häufig wird dort auch über Behandlungsmethoden oder Vorsorgeuntersuchungen aufgeklärt. Mittlerweile existiert in Deutschland ein Unternehmen, welches sich komplett auf die Vermarktung von TV-Spots in Wartezimmern von Ärzten spezialisiert hat. Die Installation des Fernsehers ist für den Arzt kostenlos. Das Unternehmen finanziert sich durch die Einblendung kurzer Werbeclips zwischen einzelnen Videos und Nachrichten. Da die Zielgruppe genau abgestimmt werden kann, ist das Interesse der Werbepartner entsprechend groß. Um nicht-interessierte Patienten nicht zu stören, sind die Fernseher häufig auf lautlos geschaltet. Viele der Befragten lobten das gezeigte TV-Programm als gut oder sehr gut.

 

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