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GKV

AOK Nordost: Mögliche Finanzprobleme durch City BKK Versicherte

24. Mai 2011

 

Die Insolvenz der City BKK bereitet der AOK nun finanzielle Sorgen. Aufgrund des großen Ansturms an Mitgliedern, welche mehr Kosten verursachen als sie an Beiträgen zahlen, könnten den AOK-Versicherten bald Zusatzbeiträge drohen.

 

Organisatorische und finanzielle Mehrbelastung

Nach der Pleite der City BKK warnt die AOK Nordost nun vor finanziellen Engpässen. Der großen Ansturm von City BKK Mitgliedern könnte dem Unternehmen nun große Probleme bereiten. Frank Michalak, Chef der AOK Nordost sagte in einem Interview: „Die Neumitglieder stellen uns vor organisatorische und finanzielle Mehrbelastungen“. Das Geld aus dem Gesundheitsfond werde erst nach 2 Monaten überwiesen, weshalb eine Lücke von 2 Monaten entstehen würde.

 

Kein Zusatzbeitrag für 2011

Gerade die schwerkranken Mitglieder der City BKK würden von Anfang an hohe Kosten verursachen, so Michalak. Dies könnte schnell zu einem finanziellen Problem werden, bei dem die Einführung eines Zusatzbeitrags unausweichlich wäre. Die Einführung eines Zusatzbeitrags für 2011 konnte Michalak aber ausschließen.

 

 

Gesundheitsfond verursacht Probleme

Michalak forderte außerdem die Regierung auf, bei der Verteilung der Gelder aus dem Gesundheitsfond nachzubessern. So solle das Geld aus dem Fond dort ankommen, wo es auch wirklich gebraucht wird, nämlich bei den Alten und Kranken. Aktuell ist dies leider nicht der Fall und so deckt der Fond nicht immer alle Kosten für diese Versicherungsgruppen ab.

Sollte es zu einer Einführung eines Zusatzbeitrags der AOK Nordost kommen, können Versicherte von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und in eine andere Krankenkasse wechseln. Für freiwillig Versicherte ist außerdem ein Wechsel in eine private Krankenkasse möglich.

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