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AV Änderungen

Altersvorsorge 2014: Diese Änderungen gelten nächstes Jahr

20. Dezember 2013

Neuerungen bei Rente und Altersvorsorge 2014

In der Altersvorsorge wird sich 2014 einiges ändern

Im kommenden Jahr wird es bei diversen Themen des Lebens Veränderungen geben – so auch in der Altersvorsorge. Die neue Bundesregierung hat bereits zum Jahreswechsel erste Neuerungen beschlossen und durchgesetzt, die das Renteneintrittsalter, die Regelungen für die gesetzliche und die private Altersvorsorge und somit auch bestimmte Rentenprodukte betreffen.

Die Redaktion von private Krankenkasse PKV hat die wichtigsten Änderungen im Renten- und AV Recht für Sie zusammengestellt und erklärt, welchen Einfluss die Neuerungen auf Verbraucher konkret haben werden.

Koalition: Erste Gesetzesänderungen schon zum Jahreswechsel

Lange hatten sich die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Union hingezogen. Doch die Regierung hat umgehend nach dem Verhandlungsabschluss ihre Arbeit aufgenommen und die ersten Gesetze und Änderungen auf den Weg gebracht, die schon ab dem 01.01.2014 in Kraft treten. Neben einer Verlängerung des Preismoratoriums für teure Medikamente (wir berichteten) betreffen die neuen Regelungen vor allem das Rentenrecht und die Altersvorsorge.

Rentenbeitrag bleibt gleich

Eine gute Nachricht für Beitragszahler vorweg: Der Rentenbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung wird auch 2014 stabil bleiben. Er wird auch im kommenden Jahr bei 18,9 Prozent liegen. Spekulationen über eine möglicherweise anstehende Erhöhung des Rentenbeitrages sind somit erledigt, zumindest für das nächste Jahr.

Allerdings hat diese Regelung nur auf den ersten Blick etwas Gutes für Verbraucher: Denn eigentlich hätte der Rentenbeitrag qua Gesetz im kommenden Jahr, wenn auch nur sehr gering, ermäßigt werden sollen. Dennoch ist der Status Quo aus Verbrauchersicht sicherlich besser als eine Erhöhung.

Anpassungen des Renteneintrittsalters

Auch wenn sich der Rentenbeitrag nicht ändert, die Erhöhung der Lebensarbeitszeit bis zum Beginn des Rentenalters wird 2014 definitiv erhöht werden. Im Rahmen der Maßnahmen, welche Verbrauchern unter dem Pseudonym „Rente mit 67“ bekannt sind, wird das Renteneintrittsalter schrittweise angehoben. Im Jahr 2014 wird der Lebensarbeitszeit wird die Altersgrenze um einen weiteren Monat erhöht.

Für Versicherte aus dem Jahrgang 1949 bedeutet dies, dass sie frühestens im Alter von 65 Jahren und 3 Monaten regulär in Rente gehen können, wenn für sie nicht bestimmte Vertrauensreglungen gelten. Die Möglichkeit, in Frührente zu gehen, bleibt von dieser neuen gesetzlichen Regelung selbstverständlich unberührt.

Anpassung der Rürup Rente

Auch für Versicherte, die einen Vertrag über eine Rürup Rente abschließen bzw. bereits über einen laufenden Vertrag verfügen, gibt es im kommenden Jahr gute Nachrichten. Sie dürfen wieder mehr Geld für ihre Altersvorsorge steuerlich geltend machen. Im Rahmen der schrittweisen Erhöhung der steuerlich geförderten Rürup Beiträge werden 2014 78 Prozent von einem maximalen Beitrag von 20.000 Euro für Alleinstehende und 40.000 Euro für Ehepaare steuermindernd berücksichtigt.

Dies heißt, dass Singles 2014 bis zu 15.600 Euro und Ehepaare bis zu 31.200 Euro steuermindernd in ihr Rürup Produkt einzahlen können. Diese Summen steigen Jahr für Jahr automatisch um zwei Prozentpunkte: Ab dem Jahr 2025 können dann die vollen 20.000 Euro bzw. 40.000 Euro bei Paaren steuerlich geltend gemacht werden.

Verbesserung in der betrieblichen Altersversorgung

Wer seine private Altersvorsorge im Wege einer Direktversicherung, einer Pensionskasse oder eines Pensionsfonds der betrieblichen Altersversorgung (bAV) betreibt, kann sich ebenfalls auf das Jahr 2014 freuen. Denn durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung West kann auch hier ein höherer Betrag als noch im Jahr 2013 steuer- und abgabenoptimiert angelegt werden. Konkret lag der Maximalbetrag im Jahr 2013 bei 2.784 Euro, im Jahr 2014 wird er bei bis zu 2.856 Euro liegen.

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