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Politik

Ärztemangel auf dem Land – Auf Kosten der Versicherten?

19. April 2011

Das Problem ist nicht neu – in den ländlichen Regionen abseits der großen Ballungsgebiete gibt es einen massiven Mangel an Ärzten. Nun möchten die Bundesländer sich dieses Problems des „Ärztemangel auf dem Lande“ annehmen. Doch es scheint, es sollte dies wieder einmal auf Kosten der Versicherten passieren.

 

Mitspracherecht bei der Ärztelizenz

Bisher können Krankenkassen und Ärzte selbst entscheiden, an welchen Orten ärztliche Einrichtungen vorgenommen werden. Doch die Kritik der Bundesländer zielt darauf ab, dass genau daraus der Ärztemangel in den Randbereichen resultiert – sie verlangen ein Mitspracherecht in den jeweiligen Gremien der Krankenkassen und der Ärzte.

 

Krankenkassen fürchten steigende Gesundheitskosten

Bei den Kassen stößt dies auf wenig Gegenliebe, denn man erwartet dort durch eine verstärkte Konzentration der Ärzte auf die Randgebiete eine Kostensteigerung im Gesundheitswesen. Doch der Gesundheitsminister ist einer verbesserten Versorgung der ländlichen Gebiete nicht abgeneigt, und man denkt wohl auch über eine Erhöhung der Anzahl der Arztpraxen nach.

 

Die Zeche zahlen die Versicherten

Wer die resultierenden Kostensteigerungen am Ende abfedern muss, liegt auf der Hand – die Versicherten müssten wohl einmal mehr tiefer in die Tasche greifen. Man darf also gespannt sein, wie sich die Bundesregierung auf einem Treffen zwischen den Verbänden und den zuständigen Ministerien in dieser Woche entscheiden wird.

 

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