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Rentenreform 2014

Rente mit 63 ohne Abzüge nach 45 Jahren Beitragszahlung

29. Januar 2014

Rentner nach 45 Beitragsjahren

Rentenreform 2014

Die Union und die SPD versuchen mit ihrer Rentenreform 2014 Herr über die Altersarmut zu werden. Bis 2030 sollen durch die Rentenerhöhung Kosten in Höhe von bis zu 160 Milliarden Euro entstanden sein.

Für das Rentensystem ist Deutschland auf ältere Arbeitnehmer angewiesen. Sonst droht den heute jungen Menschen im Späteren eine geringere Rente. Die Abschlagsfreie Rente mit 63 ohne Abzüge nach 45 Beitragsjahren könnte dazu beitragen, dass immer mehr Menschen Frührentner werden.

160 Milliarden Euro für Rentenerhöhung

Nachdem die Union und die SPD in der Regierung sind, arbeiten sie an einem neuen Gesetzesentwurf für das Rentenpaket. Bis 2030 sollen 160 Milliarden Euro in die Rentenverbesserung einfließen.

Die meisten Wähler befürworten dieses Vorhaben. Allerdings sollte man dabei auch an die Zukunft denken, meinen Rentenexperten. Bereits jetzt ist eine private Altersvorsorge unablässig, um eine drohende Altersarmut abzuwenden.

Rentenreform 2014 im Detail

Das Rentenpaket ist ein knallhartes Geschäft. Die Union möchte die Renten von Müttern aufwerten, die vor 1992 geboren wurden. Sigmar Gabriel, der SPD-Chef hingegen hat andere Pläne und will die abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Jahren nicht durchsetzen.

Schließlich haben laut ihm die Rente mit 67 und die Hartz-Reformen der Rot-Grünen tiefe Finanzlöcher in den Boden gerissen. Nun gibt es sowohl die Mütterrente als auch die abschlagsfreie Rente.

Rente mit 63 ohne Abzüge und Mütterrente

Die Rentenversicherung galt stets als solide. Durch die Mütterrente und die Rente mit 63 könnte sich das Rentenexperten zufolge bald ändern, vor allem für die jüngere Generation.

Das Bundesministerium hält daran fest, dass der Beitragssatz in Höhe von 18,9 Prozent bis 2018 stabil bleiben könnte. Wenn die derzeit gute Situation auf dem Arbeitsmarkt sich ändert, kann dieses Versprechen nicht eingehalten werden.

Die Rentenlast wird dementsprechend weiter nach hinten geschoben und wird sich erst in den nächsten Jahren bemerkbar machen. Damit die Mütterrente und die abschlagsfreie Rente mit 63 ohne Abzüge nach 45 Beitragsjahren realisiert werden kann, wird auf die Senkung des Rentenbeitrags verzichtet. Dabei war diese ursprünglich vorgesehen. Der Rentenanstieg fällt somit geringer aus.

Das Rentenniveau wird gleichzeitig zunehmend sinken, was für die Rentner der Zukunft eine erhöhte Last bedeutet, da sie den Schaden ausgleichen müssen.

Deutschland braucht ältere Arbeitnehmer

Die Rente muss erwirtschaftet werden. Dazu braucht es ältere Arbeitnehmer. Aus diesem Grund wurde in der Vergangenheit die Rente mit 67 beschlossen.

Wenn die Arbeitnehmer länger arbeiten, zahlen sie in die Rentenkasse ein und sorgen somit für die Rente der jüngeren Generation. Dadurch wird ein stabiles Rentenniveau erreicht, das mit der Rente ab 63 ausbleibt.

Droht eine Gesellschaft von Frührentnern?

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles möchte die Arbeitslosenzeiten teilweise auf die 45 Beitragsjahre anrechnen. Dies könnte dazu führen, dass immer mehr Menschen in Frührente gehen.

Schließlich wäre es dadurch möglich, bereits im Alter von 61 Jahren in den Ruhestand zu gehen, nachdem zwei Jahre lang noch Arbeitslosengeld I bezogen wurde.

Ist der Kampf gegen die Altersarmut misslungen?

Rentenexperten sind sich zunehmend einig, dass die abschlagsfreie Rente ab 65 ohne Abzüge nach 45 Beitragsjahren nichts gegen die drohende Altersarmut ausrichten kann. Zudem sind sie sich sicher, dass die jüngere Generation von der neuen Rentenreform 2014 benachteiligt wird.

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