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Pflegeversicherung

30 Jahre kapitalgedeckte Pflegeversicherung

25. März 2014

Pflegeversicherung muss auch privat abgeschlossen werden

Pflegeversicherung muss auch privat abgeschlossen werden

30 Jahre ist es inzwischen her, dass vom Verband der privaten Krankenversicherungen e. V. die Rahmenbedingungen für die kapitalgedeckte Pflegeversicherung geschaffen wurden. Heute sind die Pflege, die Absicherung für diesen Lebensabschnitt und die entsprechenden Versicherungen in aller Munde. Damals war es weitestgehend Neuland.

1984 – die Geburtsstunde der zusätzlichen Absicherung gegen Kosten der Pflegebedürftigkeit

Durch die steigende Lebenserwartung hat sich das Thema aufgedrängt. Schon seit den 70ern entstanden immer wieder Ideen dazu und es gab Vorstöße verschiedener Versicherungsexperten. Der Verband der privaten Krankenversicherungen entdeckte Anfang der 80er das Thema für sich und arbeitete Musterbedingungen aus. Ab da gab es den Gedanken der unabhängigen Pflegeversicherung, die nicht im Zusammenhang steht mit der Krankenversicherung. Jedoch nahm man sich die Bedingungen der Krankenkassen zum Vorbild.

Die Anfänge

Im November 84 wurden die Musterbedingungen fertiggestellt und vom Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen mit unterzeichnet. Die Pflichtversicherung, wie wir sie heute kennen, die der Gesetzgeber eingeführt hat, kam erst 1995 auf den Markt. Erst das hat bei vielen Menschen dazu geführt, sich mit dem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen.

Die Pflichtversicherung als „Teilkasko“

Nach Einführung der Pflichtversicherung war für viele das Thema aber wieder vom Tisch, weil sie annahmen, dass die verpflichtende Versicherung eine Private ersetzt. Erst mit der Zeit wuchs das Verständnis dafür, dass die pflichtmäßige Absicherung nur eine Art „Teilkasko“-Schutz bietet und längst nicht für alle die Leistungen reicht, die man als „normal“ ansehen darf.

Die zusätzliche Vorsorge mit Kapitaldeckung

Die zusätzliche Versicherung, die über eine Kapitaldeckung verfügt, ist unabdingbar. Dabei ist zu beachten, dass ein früher Einstieg in jungen Jahren bares Geld spart, denn günstiger kann man die Versicherung in späteren Jahren nicht mehr bekommen – nur teurer.

Immer neue Ideen

Auch die Politik bringt zum Thema immer wieder neue Ideen hervor. So den Pflege-Bahr, der während der letzten Bundesregierungszeit angestoßen wurde. Ein reichliches Jahr ist seit der Einführung vergangen und der Zuspruch hält sich mit der Kritik weitestgehend die Waage.

Erhöhter Zuspruch in letzter Zeit

In den letzten Monaten ist der Zuspruch gewachsen. Der Wunsch des Gesetzgebers ist erfüllt, dass sich immer mehr Bürger privat absichern. Die Motivation steigt und der Zuschuss der Politik tut ein Übriges. Experten rechnen in diesem Jahr mit der Überschreitung von einer Million Verträge, die in diesem Bereich abgeschlossen werden.

Die Förderung lockt

Der Pflege-Bahr ist so konzipiert, dass der staatliche Zuschuss entsprechend der eigenen Beiträge gewährt wird. Wer ab 10 Euro monatlich einzahlt, bekommt pro Monat 5 Euro dazu, was einem Zuschuss von rund einem Drittel entspricht. Allerdings erhöht sich der Zuschuss bei höherem Eigenbeitrag nicht.

Nicht nur geförderte Verträge

Nach Expertenmeinung sind auch die nicht auf diese Art und Weise geförderten Verträge immer beliebter. Rund 170.000 wurden allein im vergangenen Jahr abgeschlossen. Somit gibt es aktuell rund 2,7 Millionen solcher Verträge insgesamt im Land.

Was wird aus dem Pflegevorsorgefonds?

Die Experten streiten derzeit untereinander über das richtige Vorgehen: soll ein Kapitalstock gebildet werden oder soll es bei einer
Umlagefinanzierung bleiben? Die Meinung bleibt, dass eine finanzielle Reserve nie davor sicher ist, zweckentfremdet genutzt zu werden. Beispiele dafür gibt es genug. Daher sind viele Experten, so auch beim Verband der privaten Krankenversicherung e. V., dagegen.

Zweckgebunden ist besser

Solange das Geld den Versicherten gehört, ist es zweckgebunden und somit sicher. Das zeigt die private Pflegeversicherung. Deren Kapital hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt – und kann nicht für andere Zwecke missbraucht werden.

 

 

 

 

 

 

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